Lask krönt sich zum meister – trotz aller widrigkeiten!

Linz. Der Linzer ASK hat mit einem beeindruckenden 3:1-Heimsieg gegen Rapid Wien seine Meisterschaftsansprüche endgültig unterstrichen. Nach dem Pokalsieg gegen Altach präsentierte sich das Team von Didi Kühbauer erneut von seiner besten Seite und ließ auch einen zwischenzeitlichen 0:1-Rückstand nicht den Kopf hängen.

Die mentale stärke macht den unterschied

Es war ein Abend voller Emotionen, der jedoch mit einem klaren Signal endete: Der LASK ist bereit, die lange Wartezeit seit 1965 zu beenden. Trainer Kühbauer sprach nach dem Spiel von einem „Sieg der Mentalität, des Willens und der Leidenschaft“ und zeigte sich riesig stolz auf seine Mannschaft. Die Leistung nach dem Rückstand demonstrierte Charakter und taktische Reife.

Rapid erwischte einen furiosen Start und ging durch Janis Antiste in Führung, doch der LASK ließ sich nicht entmutigen. Kapitän Sascha Horvath räumte ein, dass die Anfangsphase „schläfrig“ gewesen sei, betonte aber auch, dass das Team sich schnell gefangen habe. „Es waren die letzten Tage sehr viele Emotionen dabei, aber dann sind wir wieder gut zurückgekommen“, so Horvath.

Die Fans auf der Gugl spielten eine entscheidende Rolle. „Das gibt dir schon Energie, wenn du 1:0 in Rückstand bist und schwere Beine hast. Dann schaust du rauf, siehst die Wand und gibst vielleicht noch einmal ein bisschen mehr Gas“, erklärte der Mittelfeldspieler und betonte den außergewöhnlichen Zusammenhalt zwischen Mannschaft und Anhängern, insbesondere nach den Feierlichkeiten zum Pokalsieg.

Salzburg und sturm im blick – die entscheidung am sonntag

Salzburg und sturm im blick – die entscheidung am sonntag

Obwohl die Wiener Klubs rechnerisch keine Chance mehr auf den Titel haben, warnt Horvath vor Selbstgefälligkeit. „Am Sonntag müssen wir von der ersten Minute an richtig Gas geben, weil sonst wirst du richtig bestraft“, so der LASK-Kapitän im Hinblick auf das Heimspiel gegen Red Bull Salzburg. Die Entscheidung über die Meisterschaft könnte bereits am nächsten Sonntag fallen, wenn der LASK einen Sieg gegen die Mozartstädter einfährt.

Kühbauer zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis und betonte, dass die Konkurrenz ausgeschaltet sei. „Rapid ist jetzt weg, das ist gut für uns“, erklärte der Burgenländer. Mit nur noch drei verbleibenden Titelkandidaten hat der LASK alles in der eigenen Hand und kann am Sonntagabend die Meisterkrone erobern. Die Fans träumen bereits vom Triumph, und die Mannschaft scheint bereit, diesen Traum zu verwirklichen.