Sevilla bangt sich frei: sánchez-treffer katapultiert die nervionenses aus dem abstiegskampf

Ein müder, aber letztendlich triumfaler Sieg: Sevilla hat gestern Abend gegen die Real Sociedad mit 1:0 die Oberhand behalten und sich damit zumindest vorübergehend aus dem direkten Abstiegskampf befreit. Ein später Treffer von Alexis Sánchez sorgte für den entscheidenden Moment, der die Estadio Ramón Sánchez-Pizjuán in einen Hexenkessel verwandelte.

Ein sieg, der mehr als drei punkte wert ist

Trainer Luis García Plaza ließ wenig Zweifel daran, dass dieser Sieg eine besondere Bedeutung hat: „Dieser Sieg ist dem Andenken an Curro Sanjosé gewidmet.“ Er betonte zudem, dass seine Mannschaft das Spiel deutlich besser hätte gestalten können. „Wir hätten das Spiel 3:0 gewinnen müssen, ohne zu leiden. Das Team hat die Vorgaben gut umgesetzt, und die Fans haben alles gegeben. Die Atmosphäre war unglaublich, das Stadion schien zu beben.“

Doch die Freude über den Sieg trügt nicht. Plaza warnt: „Wir spielen zwar immer besser und geben unserem Spiel mehr Sinn, aber ich fürchte, wir werden bis zum Schluss leiden müssen. Wir haben noch nichts erreicht. Am Samstag steht das nächste Finale gegen Espanyol an, und wir müssen die gleiche Energie und Leidenschaft zeigen. Wir dürfen uns nicht eingebildet fühlen, dass wir besser sind als Espanyol.“

Das Publikum war der zwölfte Mann. Plaza beschrieb die Stimmung als „unglaublich“ und „wahnsinnig“. Besonders der Einsatz von Ejuke, der trotz Ermüdung auf dem Platz blieb, beeindruckte den Trainer. „Ejuke hat mich gebeten, ihn auswechseln zu lassen, aber ich habe ihn aufgefordert, durchzuhalten. Die Fans haben ihn unterstützt und ihm Kraft gegeben. So möchte ich ihn immer sehen: kämpferisch, engagiert und bereit, auch für seinen Nebenmann einzustehen.“

Die Diskussion um einen angeblichen Handelfmeter während des Spiels ließ Plaza kalt. „Der Schiedsrichter hat auf eine Störung durch Castrín entschieden. Zum Glück haben wir gewonnen, denn sie suchen immer nach dem kleinsten Kontakt, um einen Elfer zu geben.“

Ein prozess der entwicklung

Ein prozess der entwicklung

Die Reise von Luis García Plaza zum gewünschten Sevilla ist noch nicht abgeschlossen. „Seit meiner Ankunft lerne ich die Spieler kennen. Wir sind in einer schwierigen Situation gestartet, und viele ausländische Spieler waren sofort spielberechtigt. Es war nicht das, was ich mir als Trainer vorstellte. Die Enttäuschung gegen Levante war hart, aber in Pamplona haben wir gezeigt, dass wir mithalten können.“

Er lobte die Leistung einzelner Spieler: „Alexis Sánchez hat uns mit seiner Erfahrung und seinem Spielverständnis geholfen. Vargas war bis zu seiner Erschöpfung herausragend, und Agoumé hat erneut eine hervorragende Leistung gezeigt. José passt sich gut an die Rolle als Außenverteidiger an.“

Die körperliche Verfassung der Mannschaft bleibt ein Thema. „Uns fehlt es an Ausdauer. Aber ich kann versichern, dass wir die Wechsel vornehmen, wenn es die Spieler benötigen.“

Die Nervionenses haben gestern Abend nicht nur drei Punkte geholt, sondern auch die Hoffnung auf ein erfolgreiches Ende der Saison neu entfacht. Doch die Aufgabe ist noch lange nicht erledigt. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob die Mannschaft in der Lage ist, die neu gewonnene Energie und den Teamgeist in Konstanz zu übersetzen. Der Druck ist hoch, aber die Fans stehen geschlossen hinter ihrem Team – ein Faktor, der in den entscheidenden Wochen des Kampfes gegen den Abstieg von unschätzbarem Wert sein könnte.