Kompany heimste 0:5 ein, schickte danach lebenshilfe – jetzt droht hsv-remix
Mit 2:2 bremste der HSV den FC Bayern aus – und plaudert nun aus, dass der vermeintliche Gegner ihn dabei coachte. Vincent Kompany, 38, lieferte Merlin Polzin nach der peinlichen 0:5-Pleite im Hinspiel eine Art Notfall-Mappe. Themen: Situation versachlichen, Führungsspieler einsetzen, Druck umdeuten. Drei Monate später steht Hamburg kurz vor der Bundesliga-Rückkehr.
„Die niederlage bedeutet etwas anderes als in einem meisterrennen“
Polzin zitiert Kompany wörtlich vor der Mannschaft. Satz eins: „Eure Saison beginnt nach jedem Spiel neu.“ Satz zwei: „Bei euch zählt der Trend, nicht das Ergebnis.“ Die Logik dahinter: Wer in der Relegation spielt, darf ruhig mal verlieren, solange die Gruppe daran wächst. Der HSV holte danach 13 Punkte aus fünf Partien, schoss 12 Tore und kassierte nur drei.
Die vermeintliche Anekdote vom Favé in Kompany-Trikot bei der Weihnachtsfeier war kein Gag, sondern internes Motivationsritual. „Wir haben die Tipps in Slack gepinnt“, sagt Abwehrchef Schonlau. „Jede Woche ein Kompany-Satz – klingt albern, hält die Gruppe wach.“

Bayern-duo wird zur zielscheibe – und zur blaupause
Nächste Woche gastiert Leipzig, danach Darmstadt. Gewinnt Hamburg, ist die Bundesliga so gut wie fix. Polzin hat Kompany bereits neue Fragen geschickt: Wie stabilisiert man eine Abwehr, wenn plötzlich alle Gegner nur noch kontern? Antwort steht aus. Aber der HSV-Coach lacht: „Wenn wir aufsteigen, lade ich Vincent zum ersten Heimspiel ein – und dann erzähle ich öffentlich, wie viele Punkte seine Worte wert waren.“
