Draisaitl fällt mindestens zehn spiele aus – oilers träumen vom comeback
Die Edmonton Oilers haben ihre Superwaffe auf Eis gelegt. Leon Draisaitl landet auf der LTIR-Liste, was bedeutet: Der beste deutsche Stürmer der Liga fehlt mindestens zehn Partien – und das in der heißesten Phase der Saison.
Die diagnose bleibt geheim, der zeitplan ist knallhart
Die Oilers verstecken sich hinter dem üblichen „lower-body injury“-Label. Was genau Draisaitls Becken, Hüfte oder Knie zwickt, wissen nur er, Doktor und Trainer. Fakt ist: Nach dem Check an der Bande am Sonntag gegen Nashville schlich der 30-Jährige nach 3:12 Minuten schwer atmend in den Katakomben. Seitdem hat er keinen Schritt mehr aufs Eis gesetzt.
Die Konsequenz: 24 Tage Minimum Pause, zehn Spiele weg. Das rechnet die NHL so knallhart aus, weil First-Round-Picks und Fernsehgeld auf dem Spiel stehen. Edmonton liegt nur zwei Punkte vor dem ersten Play-off-Frei – und jetzt auch noch ohne ihren 41-Tore-Mann.

Draisaitls worte klingen nach frust und kampf zugleich
„Natürlich bin ich sehr enttäuscht“, ließ der Kölner durch den Klubmittelwald schicken. Der Satz klingt, als hätte er ihn zwischen zwei Therapiegeräten geflüstert. „Der Zeitpunkt ist sehr unglücklich.“ Das ist keine Standard-Phrase, das ist Eishockey-Deutsch für: Mein Körper schreit, mein Kopf will weiter.
Die Oilers haben 16. April als Regular-Season-Zielscheibe. Ob sie bis dahin noch in der Play-off-Ränge stehen, entscheidet sich ohne ihren deutschen Torjäger. Die Franchise gewann bisher 56 Prozent der Spiele mit Draisaitl, nur 48 ohne ihn. Die Zahl spricht Bände – und genau die wird in den nächsten Wochen jede Edmonton-Sportsendung spiegeln.
Sollte Edmonton die Postseason verpassen, wird Draisaitls Verletzung als Epitaph stehen: ein MVP, der zuschauen musste, wie die Saison implodierte. Sollten sie es schaffen, wartet ein Hollywood-Comeback – und die Liga weiß: Dann ist der Deutsche mit dem schnellen Handgelenk zurück, um Play-off-Tore zu schießen, statt sie zu verpassen.
