Bischof stürmt ins rampenlicht: kann er noch nagelsmann überzeugen?
München – Der FC Bayern hat sich gegen Freiburg einen wackeligen, aber letztendlich triumphalen Sieg erkämpft. Und mitten im Chaos blühte plötzlich eine neue Hoffnung auf: Tom Bischof. Der 20-Jährige traf nicht nur doppelt, sondern scheint auch die Mentalität verkörpert zu haben, die Julian Nagelsmann sucht. Kann er damit noch das Ticket für die WM im Sommer lösen?
Ein doppelpack, der für furore sorgte
Lange schien der FC Bayern gegen einen überragenden SC Freiburg die Oberhand zu verlieren. Ein 0:2-Rückstand ließ die Fans im Allianz Arena bangen. Doch dann kam Bischof. Seine Treffer waren nicht nur spielentscheidend, sondern auch Ausdruck einer ungebremsten Leidenschaft und einem unglaublichen Willen zum Erfolg. Die Freude war ihm deutlich anzusehen, als er nach Spielschluss strahlend in die Kameras blickte.
„So etwas könnte ich öfter machen“, grinste Bischof. Einziger Wermutstropfen: Bis zu diesem Spiel blieb der Angreifer torlos – ein Fakt, der ihn nun umso mehr antreibt. Die Ansage von Joshua Kimmich vor dem Spiel offenbar der Auslöser für die beispiellose Leistung: „Kannst du jetzt mal bitte auf die Kiste schießen?“, soll der Kapitän gesagt haben. Ein simpler Ratschlag, der sich auszahlte.

Mentalitätsschmiede: kimmich schwärmt von bischofs einstellung
Doch nicht nur seine Torgefahr beeindruckte. Auch seine Mentalität scheint Nagelsmann zu gefallen. Kimmich lobte seinen jungen Kollegen in den höchsten Tönen: „Ein anderer wäre vielleicht enttäuscht gewesen, dass er nicht bei der A-Nationalmannschaft dabei ist. Der Tom ist vom Charakter her anders. Er fährt zur U21 und will da dann das Maximum herausholen. Diese Einstellung zeichnet ihn aus.“
Die Entscheidung von Nagelsmann steht somit noch aus. Bischof selbst gibt sich kämpferisch: „Ich bin offen und würde mich freuen, wenn ich dabei bin. Darauf arbeite ich hin. Wenn man bei Bayern Leistung bringt, hat man gute Chancen.“ Ein Urlaub wird vorerst verschoben – der Traum von der WM lebt weiter. Sein einziges Länderspiel für die Nationalmannschaft liegt zwar schon etwas zurück (Juni 2025 gegen Frankreich), doch diese Leistung könnte der entscheidende Impuls sein.
Die Bilanz ist klar: Bischof hat sich mit seiner Leistung nicht nur im Verein bewiesen, sondern auch die Aufmerksamkeit des Bundestrainers auf sich gezogen. Ob das am Ende zum WM-Ticket reicht, wird die Zukunft zeigen. Aber eines ist sicher: Tom Bischof hat in Freiburg gezeigt, dass er zu Höchstleistungen fähig ist – und das ist mehr wert als tausend Worte.
