Hoeneß: nagelsmann muss sich ändern – kompany als bayern-vorbild!
München – Uli Hoeneß, der Ehrenpräsident des FC Bayern, hat im „DAZN“-Interview einiges an Gesprächsstoff geliefert. Nicht nur äußerte er seine Vorstellungen über einen möglichen Nachfolger für Vincent Kompany, sondern übte auch erneut scharfe Kritik an Bundestrainer Julian Nagelsmann. Die Aussagen des Fußball-Patriarchen sorgten für ordentlich Aufsehen.
Sebastian hoeneß im bayern-fokus
Nachdem Kompany ab Sommer die Trainerbank in München verlassen wird, hält Hoeneß seinen Neffen Sebastian Hoeneß für einen vielversprechenden Kandidaten. „Er kommt mindestens mal in Frage“, so der Ex-Funktionär, der aktuell vom Erfolg des VfB Stuttgart begeistert ist. Die Arbeit des jungen Trainers in der schwäbischen Hauptstadt imponiert Hoeneß sichtlich: „Was er in diesem Verein geleistet hat, ist bemerkenswert. Er hat die Mannschaft erstens im Abstiegskampf übernommen, zweitens wurden ihm in den letzten Jahren immer wieder die besten Spieler verkauft. Und trotzdem schüttelt er sich, macht weiter und kommt immer wieder zurück.“
Hoeneß lobte nicht nur die Leistungen von Sebastian, sondern betonte auch die herausragende Arbeit von Vincent Kompany: „Vincent kann von mir aus noch fünf oder zehn Jahre hierbleiben. Er hat es geschafft, aus 15, 16 oder 18 sehr guten Einzelspielern ein homogenes Team zu formen. Dieses besondere Gefühl, diese Entwicklung, schreibe ich ganz klar unserem Trainer zu.“

Nagelsmanns probleme – hoeneß' ratschlag
Doch nicht nur Lob gab Hoeneß ab. Im Vorfeld der WM 2026 griff er erneut Julian Nagelsmann an. Der Bundestrainer müsse sich ein Beispiel an Kompany nehmen, kritisierte Hoeneß. „Die deutsche Mannschaft hat noch nie zweimal hintereinander mit derselben Elf gespielt – das werfe ich Julian auch vor, das habe ich ihm persönlich schon gesagt.“ Er befürchtet, dass die WM-Auswahl beim ersten Spiel noch nie zusammengespannt habe, und das könne nicht funktionieren. „Weder hinten noch vorne sehe ich eine klare Linie.“
Der ehemalige Bayern-Trainer scheint laut Hoeneß zudem Schwierigkeiten zu haben, Kritik anzunehmen. „Nach unserem Gespräch war er leicht beleidigt“, so Hoeneß. Er hoffe lediglich, dass Nagelsmann darüber nachdenke und die Absichten der Kritiker nicht missverstehe. Dennoch drückte Hoeneß seine Hoffnung aus, dass Nagelsmann erfolgreich sein werde, sollte er seine Strategien anpassen.
Die Aussagen von Uli Hoeneß zeigen deutlich, dass die Fußballwelt in Atem gehalten wird. Während die Bayern-Zukunft mit Sebastian Hoeneß in den Startlöchern steht, muss Julian Nagelsmann sich fragen, wie er das Ruder noch herumreißen kann, um bei der WM bestehen zu können. Die Zeit drängt.
