Bayern zerlegt köln schon zur pause – die meisterschaft ist nur noch formsache

55 Punkte aus 19 Spielen, 18 Siege, ein Torverhältnis von 68:7 – und trotzdem wirkt der 3:0-Auswärtssieg beim 1. FC Köln wie ein Routinejob. Pernille Harder traf zweimal, Linda Dallmann einmal, alles in der ersten Halbzeit. Danach gingen die Münchnerinnen nur noch auf Schonung. Die Bundesliga ist ein Radrennen ohne Gegner.

Hoffenheim nutzt frankfurter patz und rückt heran

Hoffenheim nutzt frankfurter patz und rückt heran

Während die Bayern schon wieder die Meisterschale polieren, tobt der Kampf um die Champions-League-Plätze. Die TSG Hoffenheim schob sich nach dem 4:0 gegen die SGS Essen auf Rang drei, zwei Zähler vor Eintracht Frankfurt, die am Samstag in Bremen untergingen. Für Essen war es die siebte Niederlage im Rückrundenstart – der Abstiegsrechner beginnt zu summen.

Bayern-Trainer José Barcala wechselte in Köln dreimal in der Pause, ließ seine Schlüsselspielerin Lina Magull erst in der 66. Minute kommen – ein Luxus, den sich sonst kein Klub leisten kann. „Wir haben die Gäste nie zur Entfaltung kommen lassen“, sagte er und klang dabei so gelangweilt, als hätte er gerade eine Staffel Netflix durchgesucht.

Die Zahl, die die Liga erstarren lässt: In 19 Partien kassierte der Rekordmeister sieben Gegentore. Kein einziges Team kommt auch nur annähernd an diese Defensivquote heran. Köln hatte in der zweiten Hälfte keinen einzigen Torschuss. Das Stadion verstummte schon vor dem Pausenpfiff.

Für Hoffenheim ist die Saison plötzlich heiß gelaufen. Mit 37 Punkten und einem Spiel weniger als Frankfurt liegt die TSG im Soll. „Wir wollten die Lücke nutzen, und das haben wir getan“, sagte Trainer Markus Hansi. Die nächsten Wochen entscheiden, ob die Champions-League-Träume real werden oder ob Frankfurt doch noch zurückschlägt.

Bayern hingegen blickt nach vorn – und dort wartet nur noch die Frage, wann die Meisterschaft mathematisch perfekt ist. Die Antwort: spätestens am 25. Spieltag. Dann dürfte selbst der bayerische Traditionsclub den Sektkeller öffnen. Der Rest der Liga ist längst in der Nebensache angekommen.