Barça lockt bastoni: 70 millionen sind nur der anfang
Alessandro Bastoni hat laut spanischer Medien schon zugestimmt – doch der FC Barcelona muss erst einmal Inter Mailand überzeugen. Die Ablöse: mindestens 70 Millionen Euro. Noch liegt kein offizielles Angebot vor.

Marca berichtet von einigung – inter schweigt
Die spanische Sportzeitung Marca titelt am Freitag ohne Umschweife: „Bastoni sagt Ja zu Barça.“ Der 26-jährige Innenverteidiger, derzeit mit der italienischen Nationalteam in Zenica im Einsatz, soll sich bereits mit den Katalanen auf einen Wechsel verständigt haben. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Im Hauptquartier der Nerazzurri in der Via della Liberazione hat bislang kein Anruf, keine Mail, kein offizielles Schreiben die Aktenlage verändert.
Barcelona sucht dringend einen linksfußigen Verteidiger, der beim Spielaufbau sicher ist und in der Luft dominant wirkt. Bastoni passt ins Raster. Sportdirektor Deco verfolgt den Europameister schon seit Wochen. Die Statistik spricht für ihn: 1,91 m groß, 85 Prozent Passquote, 3,7 Ballgewinne pro 90 Minuten – Zahlen, die ihn zum idealen Lückenbüßer für die angeschlagene Abwehr machen.
Die Italiener stehen vor einem Dilemma. Einerseits könnten 70 bis 80 Millionen Euro die nach Covid-19 noch klaffende Finanzlücke schließen. Andererseits ist Bastoni die mentale Zentrale der Dreierkette um Darmian und Acerbi. Sein Ausfall würde die komplette Defensivstruktur von Simone Inzaghi neu justieren. Ein Risiko, das der Klub nur eingehen wird, wenn das Barça-Angebot nicht nur auf dem Papier steht.
Die nächsten Tage sind heiß. Am Dienstag spielt Italien in Bosnien, danach kehrt Bastoni nach Mailand zurück. Erst dann wird entschieden, ob die Marca-Meldung mehr ist als ein Sommermärchen. Inter-Boss Giuseppe Marotta hat seinen Stab bereits angewiesen, alle Anfragen bis nach dem Länderspielblock zu ignorieren. Wer früh klopft, fliegt. Die Devise lautet: erst Zenica, dann Barcelona. Die Zeit arbeitet für den FC Barcelona – aber nur, wenn die Kasse stimmt.
