Menorca und oviedo liefern sich schlagerspiel um playoff-luft

Samstag, 19.30 Uhr, Pavelló Menorca: Die Insel-Kicker von Hestia empfangen Alimerka Oviedo – und plötzlich ist die Saison wieder offen. Nach zwei Niederlagen in Serie droht den Menorquinern der Absturz aus den Aufstiegsplätzen, während die Asturier mit fünf Siegen im Gepäck nach vorne spucken. Ein Sieg würde Oviedo sogar auf Platz drei katapultieren.

Der countdown läuft für javi zamora

Trainer Javi Zamora schwört seine Mannschaft auf „Endspiel-Charakter“ ein. Drei Punkte Rückstand auf die Top-4, aber nur noch sieben Spieltage – die Rechnung ist simpel: Wer jetzt stolpert, fliegt raus. Besonders bitter: Das Heimspiel gegen Palma ging knapp verloren, obwohl Menorca lange führte. Die Fans erinnern sich an letzte Saison, als ein ähnlicher Dämpfer die Playoff-Träume zerstörte.

Oviedos Coach Fernando Calero lacht da noch. Seit dem 92-85 gegen Fibwi Palma spricht keiner mehr vom Krisenjahr – die Rotation läuft, Topscorer Jaime Fernández trifft aus jeder Lage, und die Bank liefert 28 Punkte pro Partie. Die Statistik: In den letzten fünf Spielen erzielten die Gäste 47 % aus der Distanz, nur noch Real Madrid II liegt vor ihnen. Wenn Menorca hier die Dreier-Linie nicht dicht bekommt, wird es ein langer Abend.

Die arena wird zur 12. mannschaft

Die arena wird zur 12. mannschaft

4.200 Tickets bereits verkauft – Rekord in dieser Saison. Die „Penya”-Fankurve probte bereits gestern die Choreografie, 1.200 Schals in Rot-Granat wurden verteilt. Kapitän Álex Llorca verspricht: „Wir spielen nicht nur für Punkte, sondern für unser Selbstvertrauen.“ Die letzte Heimpleite gegen Oviedo liegt vier Jahre zurück – doch diese Zahlen interessieren niemanden, wenn am Samstag der Ball hochgeht.

Für die Neutralen lohnt sich ein Blick auf das Match-up unter den Brettern: Menorcas Center Josep Pérez holt 8,9 Rebounds, Oviedos Import-Josh Ibarra 8,7. Kleine Differenz, große Wirkung. Wer die Boards dominiert, kontrolliert das Tempo – und genau das braucht Zamora, um den Fast-Break-Königen aus Asturien die Geschwindigkeit zu nehmen.

Ab 19.15 Urt überträgt MARCA TV live, Moderator Marta Carbayeda kündigt „eine Stunde vor Anpfiff“ eine Sonder-Doku über die Rivalität an. Die Zuschauerzahlen der letzten FEB-Übertragung knackten 180.000 – ein neuer Rektor ist möglich. Die Werbeblöcke sind längst ausverkauft, die Klickzahlen steigen, während die Spieler noch in der Kabine sitzen.

Am Ende zählt nur das Ergebnis. Bei einer Niederlage rutscht Menorca auf Platz zwölf – und plötzlich ist nicht mehr der Aufstieg, sondern der Klassenerhalt Thema. Gewinnen sie, bleibt die Postseason greifbar. Die Uhr tickt, die Insel hält den Atem an. In sieben Tagen könnte alles anders sein – aber erst einmal heißt es: Anpfiff, 19.30 Uhr, Pavelló Menorca. Die Kugel liegt bereit.