Arnautovic trifft: roter stern zerlegt vojvodina und schielt auf den titel
Roter Stern Belgrad hat der Meisterrunde einen donnernden Auftakt verpascht. 4:1 gegen Vojvodina Novi Sad, ein Marko Arnautovic, der nach 69 Minuten eiskalt zum 3:1 einschob, und eine Tribüne, die schon jetzt „Meister“ ruft – die Botschaft ist klar: Die Titelverteidigung ist nur noch Formsache.
Der österreicher wird zum matchwinner
Arnautovic hatte 120 Sekunden vor seinem Wechsel alles unter Kontrolle. Ein scharfer Pass, ein Kontakt, der Ball rollt ins lange Eck – sein sechstes Liga-Tor dieser Saison, sein wichtigstes bisher. Die 18.000 im Rajko Mitić-Stadion wussten: Bei diesem Vorsprung ist die Jagd auf den 35. Serien-Titel eröffnet.
Die Zahlen sprechen eine brutale Sprache. Sechs Spiele noch, 14 Punkte Vorsprung auf Stadtrivale Partizan. Schon am Mittwoch kann Roter Stern den Sekt kübeln, sollte Partizan in Novi Pazar patzen. Trainer Milorad Kostić hatte nach Abpfiff die Kappe tief ins Gesicht gezogen, aber seine Augen verrieten ihn: Er rechnet genauso wie die Fans.

Vojvodina kassiert die nächste lektion
Die Gäste aus der Vojvodina hatten vor dem Spiel noch von einer kleinen Chance geträumt. Zu viel Respekt, zu viel Roter Stern. Bereits zur Pause stand es 2:0, nach einer Stunde 3:0. Der Anschlusstreffer durch Nemanja Nikolić war nur ein Stolperer der Hausherren, kein Signal. Belgrad schaltete wieder einen Gang höher, Osman Bukari netzte zum 4:1-Endstand nach.
Für Vojvodina bleibt der Trost, noch in der Champions-League-Qualifikation zu winken. Doch wer hier so deutlich unter die Räder kommt, darf sich keine Illusionen machen: Die Meisterschaft wird 2024 wieder rot-weiß.
Arnautovic sprintte nach dem Abpfiff zur Nordkurve, zog das Trikot aus und schwang es wie ein Fahnenmahl. Die Saison ist noch nicht vorbei, aber die Gewissheit sitzt. In Belgrad zählt man nicht mehr Tage, sondern noch Spiele bis zur nächsten Meisterfeier.
