Bamberg schlägt oldenburg k.o. und kettet sich an berlin – weathers rastet aus

Cobe Williams traf, Anton Gavel lächelte und Michael Weathers schmiss den Ball nach dem Schiri – das 30. BBL-Spieltag liefert wieder drei Geschichten in einem Abend. Bamberg marschiert, Heidelberg stolpert, und ein einzelner Aussetzer droht den MLP Academics den Rest zu geben.

Bamberg liefert ein lehrstück in effizienz

83:61 – die Zahlen lügen nicht. Die BMA365 Bamberg Baskets zerlegten Oldenburg Viertel für Viertel, erlaubten gerade einmal 61 Punkte und demonstrierten, wie man einen Verfolger ohne große Gegenwehr abschießt. Cobe Williams lenkte mit 17 Punkten das Spiel, Richard Balint war mit 14 Zählern der unbequeme X-Faktor von der Bank. Die EWE Baskets fanden aus der Distanz kein Mittel (3/12 Dreier), trafen in der Zone nur sporadisch und büßten mit der 13. Niederlage den Anschluss an die Play-In-Plätze ein.

Der Erfolg katapultiert die Oberfranken auf 20 Siege – gleichauf mit Meister ALBA Berlin. Die Hauptstädter haben zwar zwei Partien in der Hinterhand, doch das Duell um Heimvorteil in den Play-offs erhält neue Spannung. Oldenburg bleibt Zwölfter, sieben Siege fehlen noch auf Rang zehn.

Heidelberg versiebt den dreier, weathers versiebt die disziplin

Heidelberg versiebt den dreier, weathers versiebt die disziplin

73:83 – das Südwest-Duell war lange offen, bis Ludwigsburg mit 13 verwandelten Dreiern den Deckel draufsetzte. Ryan Mikesell trug die Academics mit 26 Punkten auf seiner Schulter, doch der Rest der Mannschaft warf 1/20 von jenseits der Linie. Die MHP RIESEN nutzten die Einladung, Stefan Smith traf zwei Triple in Serie und stellte auf 69:79.

Dann die Szene des Abends: Michael Weathers foult, bekommt den Ball zugeschrieben, sieht die Pfeife aber gegen sich – und schleudert das Spielgerät in Richtung Schiedsrichter. Disqualifizierendes Foul, Spielverlust, möglicherweise auch Dienstverbot für die Partie in Oldenburg. „So etwas darf einfach nicht passieren“, sagt Trainer Carlo Finetti, „wir kämpfen ums Überleben und verlieren uns an Kleinigkeiten.“

Mit 6-24 steht Heidelberg weiter auf einem direkten Abstiegsplatz. Die Auswärtsspiele in Oldenburg und gegen Braunschweig werden nun zur Zitterpartie.

Die tabelle bekommt ein neues gesicht

Die tabelle bekommt ein neues gesicht

Bamberg liegt dank des 23-Punkte-Sieges einen Hauch hinter Berlin, Ludwigsburg festigt Rang fünf und Oldenburg rutscht tiefer in die Bedeutungslosigkeit. Die Saison ist halb so lang wie ein Marathon, spätestens jetzt zeigt sich, wer Trainingslager und Transferplanung richtig gesetzt hat. Heidelberg muss Weathers wohl ersetzen, Bamberg kann seine Rotation schonen.

Am Montag empfängt ALBA Bonn, am Mittwoch reist der Meister nach Ulm. Wenn Berlin beide Spiele gewinnt, ist der dritte Platz wieder weg – doch die Baskets haben ihr Schicksal zurück in die eigene Halle geholt. Am Ende zählt nur: gewinnen, gewinnen, gewinnen. Alles andere schreibt die Liga gnadenlos ab.