Antonelli löst 20-jahre-fluch: italiens formel-1-sieg in shanghai

Kimi Antonelli hat mit 19 Jahren die italienische Formel-1-Historie umgeschrieben. Beim Großen Preis von China fuhr er in Shanghai den ersten Sieg eines italienischen Piloten seit Giancarlo Fisichellas Triumph 2006 ein – und beendete eine 20-jährige Durststrecke, die Italiens Fans in tiefe Verzweiflung gestürzt hatte.

Die nummer 7 rast in die geschichtsbücher

Der Mercedes-Junior behielt die Nerven, während hinter ihm die Konkurrenz in Wellen ausschied. Oscar Piastri, Lando Norris, Max Verstappen – alle landeten vorzeitig im Kies. Antonelli fuhr wie ein Veteran, nutzte die offene Fläche und ließ die Tricolore wieder über dem Podium wehen. Die italienischen Gazetten jubeln: Corriere dello Sport spricht von „neuem Anlass zur Hoffnung“, La Gazzetta dello Sport feiert „das Talent, das Toto Wolff recht gibt“.

Dabei war der Tag voller Ironie. Lewis Hamilton, den Antonelli bei Mercedes ablöst, stand zum ersten Mal mit Ferrari auf dem Podest – Platz drei. Ein Schritt, der die italienische Presse sofort als „Zeichen des Schicksals“ interpretierte. Tuttosport atmete tief durch: „Es ist kein Traum!“

Wolffs wette zahlt sich aus

Wolffs wette zahlt sich aus

Teamchef Toto Wolff hatte den jungen Mailänder aus der Kart-Szene direkt in die Königsklasse gehievt – ein Risiko, das viele Experten für verfrüht hielten. Antonelli antwortete mit kühler Reifensteuerung, präzisen Überholmanövern und einem Endspurt, der an Michael Schumberg erinnert. Il Messaggero schreibt: „Er siegt wie ein Altmeister, obwohl er noch keine 20 ist.“

Die Statistik ist gnadenlos: 265 Rennen wartete Italien auf diesen Moment. Jetzt kann die Nation wieder träumen – und der nächste Heimgrand Prix in Monza droht zur einzigen Party des Jahres zu werden.