Vingegaard zieht im gelben alle register und lässt paris-nizza erzittern
Jonas Vingegaard schlägt zu, als gäbe es kein Morgen. 206 Kilometer nach Colombier-le-Vieux wirft der Däne den letzten Rivalen ab und fährt allein durchs Ziel – zwei Minuten Vorsprung, keine Gnade. Das Gelbe Trikot bleibt, die Gesamtsicherung ist nur noch Formsache.

Steinhauser hält kurs, ayuso bleibt liegen
Georg Steinhauser stemmt sich in die Verfolgergruppe, wird Achter und behauptet Rang drei. 2:20 Minuten Rückstand klingen brutal, sind im Kontext des Rennens ein kleiner Sieg. Der deutsche Youngster fährt mit kühlem Kopf, während Juan Ayuso neben der Straße sitzt – Sturz, Drama, Aus. Visma dominiert, der Rest zählt Tränen.
Die Zahl, die alles sagt: 14. Sieben Etappen, sieben Tage, und keiner kam bisher an Vingegaard vorbei. Wer jetzt noch auf einen Zwischensprint hofft, glaubt an Weihnachten im Juli. Paris-Nizza ist längst zur Ein-Mann-Show verkommen, und der Mann trägt Gelb.
Hintenraus wird es still in den französischen Alpen. Kein Wind, kein Wunder, nur das surrende Kettenrad des Champions. Valentin Paret-Peintre wird Zweiter, aber das Foto zeigt nur den Solisten vorn. Die Uhr stoppt bei 5:02:34, die Konkurrenz stoppt mit.
Für Steinhauser geht es morgen weiter Richtung Podium, für Ayuso ins Krankenbett. Für Vingegaard geht es in die Geschichte – und das schon vor der letzten Bergetappe. Paris-Nizza 2026 ist gelaufen, auch wenn die Straße noch 200 Kilometer zählt. Die Wahrheit fährt schon im Gelben Trikot.
