Odermatt jagt die grosse kugel – schwarz greift im speed-doppel an

Courchevel wird zum Schauplatz eines Doppeldramas. Vorne schraubt Marco Odermatt die Jagd auf seine zweite Gesamtweltcup-Kugel fest, hinten schickt Marco Schwarz ein Signal an alle Technik-Spezialisten: 292 Punkte Rückstand auf Rang drei, aber kein Gramm Resignation.

Der Steirer meldet sich im Speed-Doppel zurück. Samstag Super-G, Sonntag Abfahrt – beide Male startet Schwarz mit Startnummer eins. Eine Ansage. Denn wer bei 552 Punkten Achter ist und trotzdem in die Speed-Strecke steigt, der spielt nicht nur mit, der spielt auf.

Die rechnung hinter dem risiko

Die rechnung hinter dem risiko

Atle Lie McGrath steht auf dem Podestplatz, 292 Zähler vor Schwarz. Die Front der Techniker dominiert die Top Ten. Einzige Ausnahme: Franjo von Allmen, Rang sechs. Für Schwarz heißt das: Jeder Speed-Punkt ist ein Turbo. Je früher, desto besser. Courchevel liefert zwei Chancen, bevor die Saison in die technischen Hotspots wechselt.

Vincent Kriechmayr führt das österreichische Aufgebot an. Für ihn geht es um die kleine Kugel im Super-G, seine letzte echte Chance, Odermatt zu schlagen. Die restliche Truppe liest sich wie ein Who-is-Who des nächsten ÖSV-Jahrgangs: Stefan Babinsky, Lukas Feurstein, Raphael Haaser, Daniel Hemetsberger, Manuel Traninger, Vincent Wieser. Und dann ist da noch Fabian Bachler. Erst sein zweiter Weltcup-Start, direkt in Courchevel. Keine Rookies mehr, nur noch Timing.

Die Piste im französischen Hochtal ist kurz, eisig, unversöhnlich. Wer hier die Linie verpasst, fliegt. Wer trifft, träumt. Schwarz trifft zweimal. Die grosse Kugel lebt.