Alcaraz und sinner liefern sich battle ums sport-oscar – wer trägt laureus nach madrid?

Madrid wird zur Schlagzeile. Am 20. April entscheidet sich nicht nur auf dem Roten Teppich, sondern auch hinter den Kulissen des Cibeles-Palasts, wer als Weltsportler des Jahres in die Geschichtsbücher klettert. Carlos Alcaraz und Jannik Sinner stehen auf derselben Nominierten-Liste – und damit erstmals beide gleichzeitig in Reichweite des begehrten Laureus-Kristalls.

Das duell verlässt den court

Was bisher Court 1 und Center Court dominierte, verlagert sich nun in den Medienraum. Alcaraz’ Erstrunden-Matches in Melbourne und Sinner’s unglaubliche 25-Match-Siegesserie – sie liefern Argumente statt Aufschläge. Die Jury aus 69 Sportlegenden der Laureus-Academy bekommt Kopfschmerzen: Welche Dosis Brillanz ist wichtiger? Die Explosion eines 21-Jährigen, der Roland Garros und Wimbledon erobert, oder die Konstanz eines 23-Jährigen, der die ATP-Finals und den Davis Cup klar macht?

Doch Tennis ist nur ein Fünftel der Geschichte. Tadej Pogačar jagt in Flandern seine zweite Laureus nach 2020. Marc Márquez kehrt nach sieben Operationen auf die Liste zurück – ein Comeback innerhalb der Nominierung fürs Sportler des Jahres, das es so noch nie gab. Ousmane Dembélé trägt Frankreichs Hoffnung nach einem furiosen Champions-League-Frühjahr, während Mondo Duplantis die Stange immer noch eine Handbreit überfliegt – und damit die Latte für alle anderen.

Deutsche abstinenz stellt fragen

Deutsche abstinenz stellt fragen

Kein deutscher Name, kein deutsches Team, kein deutsches Comeback. Das ist kein Ausrutscher, sondern Programm: Seit Vettels Triumph vor zwölf Jahren schafft kein Athlet aus dem Land den Sprung aufs Podest der globalen Gala. Die Sportart, die einst durch Schumacher und Vettel regierte, verharrt im Mittelfeld. Die Konsequenz: Die nächste Generation muss nicht nur Weltmeister werden, sondern auch Geschichten schreiben, die über Zahlen hinausgehen.

Aryna Sabalenka könnte indes zu Williams’ vier Laureus aufschließen. Ihre Konkurrentinnen kommen aus dem Wasser, vom Rasen und aus der Kurve: Ledecky, Bonmatí, McLaughlin-Levrone, Kipyegon, Jefferson-Wooden – ein Who-is-Who der Rekorde. 2025 war Simone Biles erneut die Gewinnerin, 2026 könnte Sabalenka die Tennis-Dominanz der Männer auf die Frauen kippen.

Die Laureus-Gala ist kein Abend der Trophäen, sondern der Narrative. Wer erzählt die beste Geschichte, bekommt den Kristall. Alcaraz und Sinner liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das weit über Asse und Winner hinausgeht. Am Ende zählt nur eine Frage: Welches Kapitel Sportgeschichte will die Academy 2026 einrahmen? Die Antwort fällt am 20. April – und sie wird laut.