Patrese attackiert russell: „antonelli muss jetzt zuschlagen“

Riccardo Patrese wartet nicht mit Kritik auf. Der Italiener, 256 Grand-Prix-Starter und ewige Sechsfach-Sieger, sieht in George Russell nur einen „guten Fahrer“, aber keinen Champion im Format von Max Verstappen. Sein Rat an Kimi Antonelli: „Sofort angreifen – 2027 könnte der Silberpfeil nicht mehr der Schnellste sein.“

Warum antonellis zeit jetzt kommt

Toto Wolff hat beim 18-jährigen Mailänder eine außergewöhnliche Wette platziert. Patrese, der 1992 mit Williams Konstrukteursweltmeister wurde, nennt das „die einzig richtige Entscheidung“. Russell liefere Solides, aber eben keine Spitzenmagie. „Verstappen zeigt, was ein echter Champion kann, selbst wenn das Auto nicht perfekt ist. George steht eine Idee dahinter“, sagt Patrese im Gespräch mit der ‚Gazzetta dello Sport‘.

Die Rechnung ist simpel: Mercedes investiert 2025 kräftig in den Umbruch. Lewis Hamilton wechselt zu Ferrari, Antonelli rückt vom Formel-2-Cockpit direkt in den F1-Sitz. Patrese warnt: „Verpasst er den Start, wird er nie wieder die Chance bekommen, in der besten Maschine zu sitzen.“

Ferrari schlägt zurück

Ferrari schlägt zurück

Die Roten haben laut Patrese „eine beeindruckende Entwicklung“ hingelegt. Mit Leclerc und Hamilton verfügen sie 2025 über das stärkste Fahrerduo der Liga. „Die neue Technik-Richtung könnte Ferrari in ein paar Monaten an die Spitze befördern“, schätzt der 71-Jährige. Mercedes wiederum dürfe sich nicht auf alte Siege ausruhen: „Die Kurve zeigt nach unten, wenn sie nicht aufpassen.“

Patrese kennt beide Seiten. 1986 musste er mit ansehen, wie Teamkollege Elio de Angelis bei einem Test in Le Castellet tödlich verunglückte. „Ich wollte aufhören. Bernie Ecclestone sagte: ‚Weitermachen ist der einzige Respekt.‘ Diese Lektion vergesse ich nie“, erinnert er sich.

Die persönliche bilanz

Die persönliche bilanz

Sein schönster Sieg? „Imola 1990. Sieben Jahre ohne Podest, dann endlich wieder ganz oben.“ Die Karriere hätte auch anders enden können. „Ferrari wollte mich schon 1979, doch der Platz war nie frei. Am Ende half mir der Wechsel zu Brabham, ich gewann Monaco 1982 – Trophäe vom Prinz Rainier persönlich.“

Zurück nach vorne: Patrese glaubt, dass Antonelli 2025 mindestens drei Siege einfahren kann, wenn er von Anfang an Druck macht. „Russell wird nervös, wenn der Neue direkt vorbeizieht. Dann zeigt sich, wer Mentalität hat und wer nicht.“

Fazit: 2025 wird nicht nur ein Technik-Wettlauf, sondern auch ein Generationskampf. Antonelli hat laut Patrese „das Zeug zur Nummer eins“. Jetzt muss er liefern – bevor sich das Fenster wieder schließt.