Spanien marschiert mit 18 kriegerinnen ins em-jahr – gegner schon geschlagen
Die spanische Handball-Nationalmannschaft der Frauen fliegt am Sonntag, 5. April, um 14:30 Uhr vom Flughafen Barcelona-El Prat. Ziel: Belgrad, dann weiter nach Kozani. Dort wartet Griechenland – und ein Gegner, der schon weiß, dass er nur um die Ehre spielt. Denn Spanien steht als Gruppensieger fest, 20:0 Punkte, Torverhältnis 142:73. Die restlichen Spiele sind Formsache. Für Trainer Joaquín Rocamora ein Luxusproblem: wie motiviert man ein Team, das schon alles gewonnen hat?

Die kader-liste liest sich wie ein who-is-who des europäischen vereins-handballs
Maddi Aalla steht im Tor von Fehérvár, die Zwillingspivot-Duo Lyndie und Lysa Tchaptchet ist in Dänemark unter Vertrag, Lucía Prades spielt bei Bera Bera, dem Klub, der mit fünf Nominierten den größten Block stellt. Rocamora vertraut auf junge Tempo-Trägerinnen wie Aitana Santomé und auf erprobte Torschützen wie Maitane Echeverría. Die Philosophie: Rotation statt Routine. „Wir wollen jeden Ball gewinnen, egal ob die Tabelle schon entschieden ist“, sagte Rocamora nach dem letzten Training in Alicante.
Am Mittwoch, 8. April, 15:45 Uhr, empfangen die Guerreras Griechenland in der Dimitrios Katsikis-Sporthalle. Drei Tage später folgt Israel – Ort offen, Zuschauerzahl offen, Bedeutung: null. Die beiden Spiele sind die letzten der Quali-Phase für die EURO 2026. Spanien hat die Gruppenphase dominiert, aber das Ziel ist klar: perfekte Bilanz. Kein einziges Spiel verloren, keine Sekunde nachlassen.
Die Konzentration endet am Montag, 13. April. Dann geht’s zurück nach Madrid, wo schon die Planung für das Turnier 2026 läuft. Die EM findet in Dänemark, Norwegen und Schweden statt – ein Schritt Richtung Titelverteidigung. 2022 holten die Spanierinnen Gold gegen die Niederlande. Die Mission: wiederholen. Die Botschaft an die Konkurrenz: wir sind schon da, und wir haben noch nicht mal angefangen.
