Oklahoma city thunder lehnt trump-empfang ab – hartenstein bleibt außerhalb des weißen hauses

Der NBA-Champion Oklahoma City Thunder um Isaiah Hartenstein wird Donald Trump nicht die Hand schütteln. Das Team reist zwar am Samstag nach Washington, doch ein Stopp im Weißen Haus ist geplant: nicht. „Das Timing hat nicht gepasst“, sagt ein Sprecher – und spart sich jedes weitere Wort.

Ein terminkonflikt oder politisches statement?

Die Thunder wären beim Gastspiel bei den Washington Wizards nur wenige Blocks vom Präsidentensitz entfernt gewesen. Die traditionelle Meister-Ehrung, seit Jahrzehnten Ritual der US-Sportkultur, bleibt aus. Der Verein selbst spricht von „Kommunikation mit dem Weißen Haus“, doch hinter den Kulissen wussten Insider schon länger: Die Spieler hatten null Interesse, sich als Requisiten für ein Foto mit Trump zu missbrauchen.

Die Szene erinnert an die US-Eishockey-Olympiasiegerinnen, die ihren Italien-Triumph ebenfalls ohne Trump-Feier veredelten. Dort wie hier klingt die offizielle Begründung nach kalter Absage. Trump hatte die Frauen im Februar scherzhaft gedroht, er müsse sie einladen, „sonst werde ich wahrscheinlich des Amtes enthoben“. Die Männer kamen, die Frauen nicht – und nun auch nicht der NBA-Champion.

Hartenstein bleibt außerhalb des spektakels

Hartenstein bleibt außerhalb des spektakels

Für Isaiah Hartenstein bedeutet die Absage vor allem eins: keine Debatte über ihn selbst. Der 2,13-Meter-Mann aus Berlin wollte nie Teil eines politischen Schaukels werden. In Oklahoma gilt er als Teamplayer, nicht als Flagge. Mit dieser Entscheidung bleibt er das auch.

Die Thunder reisen stattdessen durch die Hauptstadt, als wäre nichts gewesen. Kein Händedruck, keine Selfies, keine Rede im Ostflügel. Die Meistersaison 2025/26 wird eben ohne Trump-Empfang in die Geschichtsbücher eingehen – und das ist längst selbst eine Botschaft.