Neuer blockt wm-comeback aus – nagelsmann soll sich insgeheim ärgern!

Madrid bebte gestern einen Fußball-Leckerbissen, und Manuel Neuer war der Mann des Abends. Nach dem 2:1-Sieg des FC Bayern gegen Real Madrid im Champions-League-Viertelfinale schoss der Torwart-Titan jegliche Spekulationen um eine mögliche WM-Rückkehr im kommenden Jahr ad acta. Ein klares Statement, das die Fußballwelt aufhorchen lässt.

Der schluss mit dem rätselraten

Der schluss mit dem rätselraten

Nach der dritten Frage zu seiner Zukunft im DFB-Team platzte Neuer sichtlich die Hutschnur. Mit einem Augenzwinkern fragte er, wo das Spiel denn überhaupt stattgefunden habe und betonte dann unmissverständlich: „Wir reden jetzt nicht über die Nationalmannschaft.“ Eine deutliche Ansage, die jegliche weiteren Diskussionen im Keim erstickte. Der Fokus liegt, so scheint es, voll und ganz auf den Aufgaben im Verein.

Lothar Matthäus, der ewige Fürsprecher Neuers im Nationalteam, sieht die Sache naturgemäß anders. „Dieser Neuer ist Weltklasse, gehört in die Nationalmannschaft“, polterte der Rekordnationalspieler bei Sky Austria. Er hoffe, dass Bundestrainer Julian Nagelsmann das Spektakel im Bernabéu ebenfalls genossen habe. Doch die Erinnerungen an den holprigen Abschied Neuers aus dem DFB-Team scheinen noch frisch. Matthäus deutete an, dass das Verhältnis zwischen Neuer und Nagelsmann noch immer von einer tiefen Kluft geprägt sei – „so zerschnitten, das kann der beste Schneider nicht mehr zusammennähen.“

Und dennoch: Trotz auslaufenden Vertrags und jüngster Muskelverletzungen zeigt sich Neuer überraschend entspannt. Die Adduktorenprobleme, die ihm in der jüngeren Vergangenheit zu schaffen machten, sieht er nicht als unüberwindbare Hürde. „Ich hatte mit Magen-Darm zu tun, deswegen war der Körper geschwächt. Das waren Kleinigkeiten, wie so ein Schnupfen da unten an der Wade, aber das dauert halt auch seine Zeit“, erklärte er.

Sportvorstand Max Eberl scheint ebenfalls optimistisch zu sein. Er wünscht sich, dass Neuer im April noch einmal auf dem Platz steht, bevor eine endgültige Entscheidung fällt. „Er braucht keine großen Argumente mehr liefern. Er soll einfach nur gesund bleiben, mutig bleiben. Und dann werden wir uns hinsetzen.“

Die Frage, ob Neuer im Winter des kommenden Jahres wieder im schwarz-rot-goldenen Trikot zu sehen sein wird, bleibt vorerst unbeantwortet. Doch eines ist klar: Manuel Neuer bestimmt seine eigene Zukunft – und aktuell sieht diese nicht im DFB-Team.