Modric-rückkehr? allegri plant real-deal mit kroaten und rabiot

Die Luft in Madrid wird wieder dünner. Knapp 24 Stunden nach dem 1:1 in Vigo sickert aus Italien durch: Luka Modric könnte schon im Sommer zurück zum Real Madrid reisen – und nicht allein.

Die italienische Sportzeitung „Tuttosport“ berichtet, dass Massimiliano Allegri die Königlichen nur unter zwei Bedingungen übernehmen würde: Er will seinen Mittelfeld-General Modric sowie Adrien Rabiot aus Mailand mitbringen. Ein Dreifach-Transfer, der Madrids Loch auf der Acht schließen und Álvaro Arbeloa endgültig in die Schusslinie bringen würde.

Warum allegri jetzt die macht hat

Real steht vor einer titellosen Saison. Vier Punkte Rückstand auf Barça, Pokal-Aus, Champions-League-K.o. gegen Manchester City möglich. Die Klubführung um Florentino Pérez weiß: Ein neues Gesicht muss her, sonst droht erneut ein Lehrgeld. Allegri galt schon 2018 und 2021 auf der Merkliste, doch die Verhandlungen platzten jeweils an der Kompetenzfrage. Jetzt hat der Italiener die besseren Karten – er ist arbeitslos, sieht sich selbst als Notlösung mit Stil.

Modric wiederum vermisst die weiße Halle. In San Siro lief er zuletzt nur 60 Prozent der Minuten, seine Familie lebt noch in der spanischen Hauptstadt. Ein halbes Jahr Mailand war ein Abstecher, kein Abschied. Real bietet ihm die Chance, mit 41 Jahren noch einmal um alle Titel zu spielen und sich neben Kroos und Casemiro in die Historie einzureihen – diesmal als Joker mit Lehrerrolle.

Rabiot als versteckte waffe

Rabiot als versteckte waffe

Den Franzosen schätzt Allegri als Box-to-Box-Kraft. 1,91 m, 83 kg, Balleroberungen vor dem Strafraum, Tempo bis in die 80. Minute. Genau die Eigenschaften, die Madrids Mittelfeld nach Kroos’ Abschied vermissen. Rabiots Vertrag in Mailand läuft 2025 aus, die Ablöse würde bei 25 Millionen Euro liegen – ein Schnäppchen im Vergleich zu Florian Wirtz oder Jude Bellingham. Dazu passt: Rabiots Mutter und Beraterin Véronique pflegt ein gutes Verhältnis zu Pérez. Ein Anruf genügt.

Arbeloa steht indes unter Dauerfeuer. Die Mannschaft wirkt ideenlos, Vinicius Jr. und Mbappé laufen sich fest. Intern kritisieren Veteranen die fehlende Automatismen-Trainingszeit. Ein Vorstandsmiglied sagt gegenüber „AS“: „Wir brauchen einen Stratege, nicht einen Vereinshelden.“ Allegri gilt als Taktik-Nerd, der selbst die Position des Balljungen in der Aufwärmphase festlegt.

Die zeit drängt

Real muss bis 30. Juni die Kadermeldung für die Champions-League neu einreichen. Sollte Allegri zuschlagen, dürfte Modric als ablösefreie Verstärkung direkt in die Liste rutschen. Die Fans spekulieren schon auf Twitter: „Luka als Spielertrainer 2.0?“ Andere fragen: „Wer wird dann Kapitän – Nacho oder doch der kleine Zauberer?“ Die Antwort liefert der Sommer, spätestens aber der 15. Juli, wenn die US-Tour beginnt und alle Neuzugänze offiziell vorgestellt werden.

Für Modric wäre es die Rückkehr an den Ort, der ihm eine goldene Statue widmete. Für Allegri der Sprung auf die größte Bühne, nachdem Juve ihn vor zwei Jahren vor die Tür setzte. Und für Real die Rettung aus der Mittelfeld-Krise – ohne Rekordtransfer, dafür mit altbekannter Magie. Ein Drehbuch, das nur der Fußball schreibt.