Kaiserslautern holt strauß: finanz-experte soll hengen entlasten

Der 1. FC Kaiserslautern hat sich in der schwierigen sportlichen Situation Verstärkung im Management gesichert: Marc Strauß wird ab sofort als zweiter Geschäftsführer neben Thomas Hengen arbeiten. Ein Schritt, der vor dem entscheidenden Heimspiel gegen Arminia Bielefeld am Freitag zusätzliche Hoffnung wecken soll, doch auch Fragen aufwirft.

Neuer mann für andere aufgaben

Neuer mann für andere aufgaben

Die Entscheidung des Beirats unter Rainer Keßler ist eindeutig: Strauß, der zuvor bei Ligakonkurrent SV Elversberg im Vorstand für Verwaltung und Vereinsentwicklung verantwortlich war, soll Thomas Hengen vor allem finanziell und administrativ entlasten. "Wir wollen, dass sich Thomas Hengen zukünftig ausschließlich auf Sport konzentrieren kann“, erklärte Keßler. Ein klares Signal, dass der Fokus nun noch stärker auf der sportlichen Ausrichtung liegen soll, während Strauß sich um die wirtschaftlichen Belange des Vereins kümmert. Die Verpflichtung wird als echter Gewinn für den FCK gewertet, nicht zuletzt aufgrund seines Netzwerks in der Deutschen Fußball Liga.

Trainer Torsten Lieberknecht äußerte sich vorsichtig optimistisch. "Der FCK ist froh, jemanden wie Herrn Strauß gefunden zu haben. Ich bin gespannt, was er für ein Typ ist“, sagte er nach dem jüngsten Auswärtsspiel in Dresden. Seine Worte spiegeln die Erwartungshaltung wider, dass Strauß nicht nur fachlich, sondern auch charakterlich zum Verein passt. Die drei jüngsten Niederlagen haben den Druck auf die Mannschaft erhöht, und die Hoffnung ruht nun auch auf dem neuen Geschäftsführer, der frischen Wind in den Verein bringen soll.

Ein besonderer Abschied steht am Freitag an: Daniel Hanslik, Kenny Prince Redondo, Florian Kleinhansl, Luca Sirch und Avdo Spahic werden vom Verein verabschiedet. Gerade in dieser Übergangsphase ist die Unterstützung durch das Management von entscheidender Bedeutung, um den Blick nach vorne zu richten und die Spieler, die den Verein verlassen, gebührend zu würdigen. Die Aufgabe für Marc Strauß beginnt also im vollen Termindruck – und der Blick gilt dem letzten Heimspiel gegen Bielefeld, das für den FCK eine wichtige Standortbestimmung darstellt. Die Frage ist: Kann Strauß den Druck kurzfristig in konstruktive Energie umwandeln?