Kessler: fc-wunder – von der krise zum klassenerhalt und den plan für 2026!
Ein Jahr des Umbruchs, der Hektik und letztlich des Erfolgs liegt hinter Thomas Kessler. Der frühere Profi hat den 1. FC Köln in sportlicher Hauptverantwortung übernommen, eine Ergebniskrise gemeistert und den Klassenerhalt quasi schon in der Tasche. Doch damit ist die Arbeit noch lange nicht getan – der Blick gilt bereits der Zukunft, der Bundesliga-Saison 2026/27.
Die achterbahnfahrt hinter den kulissen
Es war ein turbulentes erstes Jahr für den neuen Sportdirektor und Geschäftsführer Sport. Nach der Übernahme im Mai, dem Aufstieg und der anschließenden Beförderung folgte im Januar die bittere Erkenntnis, dass ein Trainerwechsel unausweichlich war. Die Entscheidung für den jungen René Wagner als Interimslösung war mutig, offenbarte aber auch Kesslers Bereitschaft, neue Wege zu gehen. Diese Bereitschaft zahlte sich aus – und jetzt steht der Klassenerhalt vor der Tür.
Doch Kessler hat in dieser Zeit mehr getan, als nur die sportliche Führung zu übernehmen. Er hat das „Gerüst“ im Verein stabilisiert, interne Strukturen angepasst und eine Kultur gefördert, in der Entscheidungen eigenverantwortlich getroffen werden. „Es ging darum, dass ein gewisses Fundament steht, in dem ich gern arbeiten möchte“, erklärt Kessler. Das bedeutete Personalwechsel, Umstrukturierungen und die klare Ansage, dass es in Köln keine „One-Man-Show“ geben wird.

Neuer mann für die kaderplanung: steidten im einsatz
Ein Schlüsselspieler bei dieser Umstrukturierung ist Tim Steidten, der im März als neuer Direktor für Kaderplanung und Recruitment hinzugekommen ist. „Er hat sich schon intensiv mit dem Scouting beschäftigt und erste Entscheidungen getroffen. Jetzt geht es ans Eingemachte“, so Kessler. Mit Steidten an seiner Seite kann der FC nun die personellen Weichen für die Bundesliga-Saison 2026/27 stellen – ein ambitioniertes Ziel, das zeigt, wie weit der Verein gekommen ist.
Drei Abgänge sind bereits fix: Florian Kainz beendet seine Karriere, Dominique Heintz und Luca Kilian verlassen den Klub im Sommer. Positiv hingegen sind die festen Verpflichtungen von Tom Krauß und Jakub Kaminski, die den Kader verstärken werden. Die Verabschiedung des Trios steht am Sonntag beim Heimspiel gegen Heidenheim an.
Bei anderen Personalien, wie Said El Mala und Eric Martel, herrscht noch Abwarten und Tee trinken. „Bei El Mala gibt es nichts, das eine schnelle Entscheidung erfordert“, betont Kessler. Auch bei Martel ist die Situation noch offen, ein neuer Stand wird aber „zeitnah“ erwartet. Timo Hübers hingegen steht kurz vor Vertragsverlängerung – ein Zeichen der Wertschätzung für den erfahrenen Innenverteidiger.
Die Kaderplanung des 1. FC Köln unter der Leitung von Thomas Kessler ist ein Prozess der kontinuierlichen Verbesserung. Mit einer klaren Strategie, einem starken Team und dem Blick nach vorn ist der Verein auf dem besten Weg, in der Bundesliga zu bestehen und seine Ambitionen zu verwirklichen. Die Zeichen stehen auf Kontinuität und Erfolg – ein gutes Omen für die Zukunft des 1. FC Köln.
