Mailand wird zur padel-arena: weltmeister und fußball-größen liefern sich episches duell
Die Schläger knallen, der rote Sand wirbelt – und mitten in Mailand treffen fünf Weltmeister auf ein halbes Dutzend Fußball-Ikonen. Am Wochenende feiert der EA7 World Legends Padel Tour seine italienische Premiere, und die Liste der Teilnehmer liest sich wie eine Traumelf der jüngeren Fußballgeschichte.
Luca Toni und Luca Ceccarelli sind als amtierende Titelverteidiger dabei, seit Miami 2025 tragen sie den Kreuz des Favoriten. Doch diesmal geht es um mehr als nur Punkte. Die Veranstaltung auf den Plätzen des Padel Zenter Scalo Farini (Via Valtellina 5, Eintritt frei) steht unter dem Zeichen der Trauer – und des Dankes. Giorgio Armani, der am 4. September verstarb, war von Anfang an Namensgeber und Schirmherr der Serie. Sein Imperium EA7 sponsert auch 2026 den gesamten Zirkus.
Shevchenko, rakitic, dida – die rollenvorbereitung ist abgeschlossen
Andriy Shevchenko, Ballon-d’Or-Gewinner von 2004, hat sich in den letzten Wochen auf einem versteckten Court in Monte Carlo auf die Sandfläche vorbereitet. Ivan Rakitic schwärmt auf Instagram von „neuer Herausforderung“, und Torhüter-Legende Nelson Dida verspricht: „Ich bringe meine Reflexe mit – auch wenn das Netz nur drei Meter breit ist.“
Daneben: Marco Materazzi, dessen Final-Tor 2006 in Berlin ihm ewige Ruhe einbrachte, Vincent Candela, Fernando Llorente, Diego Perotti, Alessandro Costacurta, German Denis und Alessandro Matri. Zwölf Paare, ein Ziel – Sieg und Spenden.
Denn neu in dieser Saison ist der Impact-Partner UNITED. Jede Station des Tours koppelt sich an ein lokales Sportentwicklungsprojekt. In Mailand fließt die Startgebühr in die Sanierung eines Schulhof-Feldes im Quartier Barona. „Wir wollen zurückgeben, was uns die Fans jahrzehntelang geschenkt haben“, sagt Tour-Präsident Alessandro Moggi.

Kalender der superlative: von new york bis hongkong
Nach dem Auftakt in der Lombardei geht es rasant weiter: New York (17./18. April), Istanbul (6./7. Juni), Rom (11./12. September), Amsterdam (25./26. September), Shanghai (16./17. Oktober), Hongkong (30./31. Oktober) und das Finale in Dubai (28./29. November). Drei neue Stationen, ein globales Netz – und ein klarer Fokus auf Asien, dem Wachstumsmarkt Nummer eins für Padel.
Die Quoten für Toni/Ceccarelli stehen bei 2,75 – schlechter als erwartet. Denn die Konkurrenz schläft nicht. Shevchenko trainierte mit Ex-Profi Pascual Pérez, Rakitic ließ sich von Weltranglistenerstem Arturo Coello die Slice-Volley-Technik eintrichtern. Und Materazzi? Der postete ein Foto, wie er nachts um zwei Uhr noch Schlagzeiten übt – mit dem Kommentar: „Ich spiele nicht, ich gewinne.“
Der Eintritt ist frei, die Plätze sind limitiert. Schon jetzt schlängeln sich erste Fans am Zaun, um Autogrammkarten zu ergattern. Die Organisatoren rechnen mit 5.000 Besuchern pro Tag – und mit einer Spenden-Summe von mindestens 150.000 Euro für das Barona-Projekt.
Am Samstag um 10 Uhr rollt der erste Ball. Die Funken werden fliegen – und wer weiß, vielleicht landet einer davon genau in der Ecke, wo einst Shevchenko das 3:0 gegen Juventus erzielte. Die Erinnerung lebt, der Sport auch. In Mailand wird Geschichte geschrieben – auf 20 mal 10 Metern roter Erde.
