Lüneburg schreibt geschichte – hübner bleibt unbeeindruckt
Lüneburg hat das Finale im Pokal gegen Friedrichshafen mit 3:2 für sich entschieden und damit den ersten großen Titel der Vereinsgeschichte errungen. Während die Spieler in der Mannheimer SAP Arena feierten, bewahrte Trainer Stefan Hübner seine gewohnte Contenance.

Der ruhige architekt des erfolgs
„Es war ein großartiger Moment für den Verein, für uns alle“, gab Hübner kurz nach dem Match zu, bevor er von seinen jubelnden Schützlingen in die Kabine geleitet wurde. Santeri Välimaa, der finnische Zuspieler, zeigte sich euphorisch: „Endlich können wir diesem Verein und diesen Menschen geben, was sie verdienen!“ Nach vier verlorenen Anläufen konnte die junge Mannschaft endlich den Pokal in die Höhe stemmen. Der Bann war gebrochen, denn gegen den Rivalen aus Friedrichshafen hatte Lüneburg in bisherigen Finalbegegnungen stets das Nachsehen gehabt.
Doch während die Mannschaft den Triumph genoss, wiederholte Hübner geduldig sein persönliches Mantra: „Geduld, Geduld, Geduld.“ Seit 2014 prägt der 50-Jährige die SVG Lüneburg und hat aus einem Aufsteiger einen ernstzunehmenden Titelkandidaten geformt. „Wir können auf dem Spielstand verlieren, aber niemals an unserem Spirit“, betonte er. Die Saison ist für Lüneburg noch lange nicht vorbei, denn es winken weitere Titelchancen.
Die Freude war riesig, doch Hübner mahnte zur Besonnenheit. Er sieht in der Geduld eine Schlüsselkomponente des Erfolgs, die das Team bereits seit Jahren auszeichnet. Die Gegner mögen taktisch überlegen sein, doch die Lüneburger haben gelernt, nie aufzugeben. Diese Mentalität hat sie bis an die Spitze geführt – und wird sie auch in Zukunft begleiten.
2014 begann Hübners Ära in Lüneburg. Seither hat er ein Team geformt, das nicht nur siegt, sondern auch verliert, ohne dabei seine Identität zu verlieren. Ein Team, das kämpft, bis der letzte Ball gefallen ist. Und das ist mehr wert als jeder Titel.
