Pogacar fegt durch die romandie – lipowitz bleibt als einziger dran

Florian Lipowitz ist nicht mehr aufzuhalten. Beim dritten Tagessieg von Tadej Pogacar in der Tour de Romandie fuhr der 25-jährige Ulmer als Einziger mit dem Weltmeister mit – und sicherte sich damit die Pole Position fürs Podest.

Lipowitz jagt pogacar – und lässt die konkurrenz stehen

Lipowitz jagt pogacar – und lässt die konkurrenz stehen

Die Zahlen sprechen Bände: 14 Sekunden Rückstand auf Pogacar, 35 Sekunden Vorsprung auf den Drittplatzierten. Die Königsetappe von Broc nach Charmey (149,6 km) war ein Offenbarungseid des jungen deutschen Profis vom Team Red Bull-Bora-hansgrohe. Während Pogacar auf dem 8,1 km langen Anstieg zum Jaunpass (1.508 m) das Tempo verschärfte, konnte nur Lipowitz folgen. Die restliche Spitzengruppe riss.

Die Szene war beeindruckend: Pogacar attackiert, Lipowitz reagiert. Kein anderes Rad im Feld konnte mithalten. „Das war kein Radrennen, das war ein Kraftakt auf höchstem Niveau“, sagte ein Augenzeuge am Streckenrand. Die Durchschnittssteigung von 5,9 Prozent auf dem Schlussanstieg nach Charmey wurde zur Schicksalsrampe für viele Favoriten.

Die Entscheidung fällt am Sonntag. Die 178,2 km lange Etappe von Lucens nach Leysin wartet mit einem 14,3 km langen Schlussanstieg auf. Lipowitz ist gewarnt: „Ich kenne meine Stärken. Solange die Beine so laufen, ist alles drin.“

Pogacar freut sich über seinen dritten Gesamtsieg in der Romandie – aber er weiß: Lipowitz ist kein leichter Gegner mehr. Der Deutsche hat sich in die Spur des Weltmeisters eingereiht. Die Frage ist nur: Kann er am Ende sogar noch zustoßen?