Lausanne: goalie-konflikt droht eishockey-explosion!

In der Romandie kocht es! Der Kampf um die Position des Torwarts beim Lausanne HC hat eine Eskalation erreicht, die den Schweizer Eishockey-Ligisten vor einem entscheidenden Frühling stellt. Kevin Pasche, der im Viertelfinal glänzte, will seinen Platz als Nummer 1 verteidigen – und sein Agent macht dabei keinen Heimaturk.

Druck von außen: pasches ultimatum

Gaëtan Voisard, der Agent von Kevin Pasche, hat laut watson dem Sportdirektor John Fust klar gemacht: Pasche strebt eine unangefochtene Nummer-1-Position an, andernfalls plant er seinen Abschied im Jahr 2027. Das ist ein heftiger Druck, denn die Konkurrenz macht Druck. Zug und Bern zeigen bereits ernsthaftes Interesse an dem talentierten Keeper und sind bereit, tief in die Tasche zu greifen, um ihn unter Vertrag zu nehmen. Die Summen könnten immens sein.

Doch die Situation ist komplexer als es scheint. Connor Hughes, der Held des Finales 2024, kehrte im Sommer 2025 nach einem enttäuschenden Engagement in Nordamerika zurück – mit einem Vertrag, der ihn bis 2031 an Lausanne bindet. Sein Comeback hat die Dynamik im Team verändert. Beide Torhüter beanspruchen die Spitze, und die persönliche Chemie scheint gelitten zu haben.

Die qualifikation vs. die playoffs: ein taktisches schachspiel

Die qualifikation vs. die playoffs: ein taktisches schachspiel

Headcoach Geoff Ward versuchte während der Qualifikation, die Spielzeit fair zu verteilen und die Spannungen zu minimieren. In den Playoffs gegen Genf änderte sich jedoch alles: Pasche durfte das Tor hüten, während Hughes lediglich 15 Minuten Einsatzzeit erhielt. Eine klare Ansage, die das Machtverhältnis verdeutlicht, aber auch neue Konflikte schürt. Die Frage, wie Ward diese Konstellation in der kommenden Saison lösen wird, ist von zentraler Bedeutung.

Ein möglicher Ausweg könnte ein Transfer von Hughes nach Bern sein. Laut Eismeister liegt dort immer noch ein Angebot des SC Bern vor, das bereits von Ex-Sportchef Diego Piceci ausgearbeitet wurde. Allerdings, so Klaus Zaugg, ist dies nur realisierbar, wenn Pasche seine Position als Nummer 1 bestätigt. Die Verhandlungen werden also kompliziert und von Pasches Wertschätzung und der Bereitschaft Hughes' abhängen.

Nach dem schmerzhaften Ausscheiden aus den Playoffs steht Lausanne vor der Aufgabe, eine Lösung für dieses explosive Goalie-Duo zu finden. Andernfalls droht ein offener Krieg, der nicht nur die sportliche Leistung, sondern auch die gesamte Teamatmosphäre beeinträchtigt. Die nächsten Wochen werden entscheidend sein, um die Zukunft des Torwart-Duos und des gesamten Klubs zu sichern. Der Druck auf die Verantwortlichen ist immens.