K.o.-duelle stehen fest: paris und veszprém eröffnen, szeged und kielce kaum luft holen
Acht Klubs zittern noch, vier warten schon. Die EHF Champions League liefert an vier April-Tagen die restlichen Viertelfinal-Plätze – und ein Programm, das Selbstläufer ausschließt. Los geht’s am 1. April mit dem Topspiel MKB Veszprém gegen Paris Saint-Germain, das gleichzeitig die Play-offs eröffnet und beschließt. Zwei Stunden später folgt GOG gegen HBC Nantes, bevor Pick Szeged und Vive Kielce am 2. April nur 24 Stunden Pause zwischen Hin- und Rückspiel haben. Die Daumen sind abgeschnürt.
Kurzstreckensprint statt marathon
Für Szeged und Kielce heißt es: Sieben Tage, zwei Endspiele. Das Hinspiel in der Pick-Aréna startet am 2. April um 18.45 Uhr, das Return in der Hala Legionów bereits am 8. April um 20.45 Uhr. Keine Mannschaft im Feld hat weniger Regenerationszeit. Wer durchkommt, trifft im Viertelfinale auf SC Magdeburg, der sich als Gruppensieger bereits den Karfreitag freiplanen durfte.
Die Franzosen um Mikkel Hansen und Nedim Remili müssen dagegen nach Ungarn reisen, wo Veszprém seine Arena in der Regel zum Kochen bringt. Das Rückspiel in der Coubertin-Halle findet am 9. April statt – genau dort, wo Paris in der Vorsaure erst im Halbfinale gegen Kiel kapitulierte. Der Gewinner bekommt es mit Füchse Berlin zu tun, die nach der Gruppenphase als einzige deutsche Mannschaft souverän durchmarschierten.

Portugiesen wollen dänischen traum platzen
Am 2. April um 20.45 Uhr empfängt Sporting LissabonOrlen Wisla Plock. Die Polen haben sich in der Gruppenphase hinter Magdeburg und Barcelona qualifiziert, doch im Estádio João Rocha droht ihnen das Aus. Das Rückspiel in Plock ist auf den 9. April terminiert, Anpfiff 18.45 Uhr. Der Sieger trifft auf Aalborg Handbold, das in dieser Saison bereits für die eine oder andere Überrashung sorgte.
GOG und Nantes liefern sich unterdessen das skandinavische Duell. Die Dänen haben Heimrecht im ersten Vergleich, doch die H in HBC steht für Handball und für Heimstärke: In der Halle von Nantes verlor bisher jeder Top-Gegner mindestens eine Halbzeit. Barcelona wartet bereits als Gegner – und auf seine Chance, den Titel zu verteidigen.
Die Play-offs sind das letzte Aufgebot vor dem Viertelfinale. Danach bleiben nur noch acht Teams, ein Final-Four-Ticket und die Gewissheit, dass in diesem Jahr kein Weg an Deutschland vorbeiführt. Drei Bundes-Clubs stehen bereits im Viertelfinale, ein vierter könnte nachkommen. Die Daumen sind fest geschlossen – und die Spielpläne ausgedruckt.
