Hoeneß für bayern? hinkel packt aus – und verrät, was der vfb wirklich stark macht

Die Gerüchte schüren sich: Kann Sebastian Hoeneß Bayern München zur neuen Dominanz führen? Der ehemalige Nationalspieler Andreas Hinkel, ein Mann der Stunde, erhebt seine Stimme. Im exklusiven Gespräch mit Sport1 analysiert er die Situation, spricht über die überraschende Entwicklung des VfB Stuttgart und die Chancen von Jamal Musiala bei der WM. Doch Hinkel geht weit darüber hinaus und offenbart, was wirklich hinter dem Erfolg der Schwaben steckt – und warum der FC Bayern langfristig in einer eigenen Liga spielt.

Die hoeneß-debatte: mehr als nur ein name

Die Frage, ob Sebastian Hoeneß die passende Lösung für den FC Bayern darstellt, beschäftigt die Fans und Experten gleichermaßen. Hinkel zeigt sich überzeugt: „Seine Art, Fußball spielen zu lassen, passt zu Topklubs. Er lässt dominant spielen – das braucht man bei großen Vereinen.“ Aber ist das allein schon genug? Der Ex-Profi betont, dass Hoeneß mehr als nur ein Name ist. Er hat in Stuttgart eine klare Spielphilosophie etabliert, die die Mannschaft stabilisiert und zu Höchstleistungen anspornt.

Doch der VfB muss ihn wohl bald ziehen lassen. Wie lange kann der Verein seinen Trainer halten, wenn die ganz großen Klubs anklopfen? Hinkel mutmaßt, dass Hoeneß eine Ära in Stuttgart prägen könnte – ähnlich wie Diego Simeone bei Atlético Madrid. Ein Szenario, das viele VfB-Fans sich wünschen.

Stuttgarts aufstieg: mehr als nur glück

Stuttgarts aufstieg: mehr als nur glück

Die Leistungskurve des VfB Stuttgart in den letzten Monaten ist beeindruckend. Von der Relegation bis zum Pokalfinale – der Aufstieg ist bemerkenswert. Hinkel räumt ein, dass es schwerfällt, diese Entwicklung in Worte zu fassen. Entscheidend seien neben Hoeneß vor allem auch der sportliche Leiter Fabian Wohlgemuth und der Vorstandsvorsitzende Alexander Wehrle. Ihnen ist es gelungen, die Mannschaft zu stabilisieren, einzelne Spieler wie Stiller, Undav und Leweling zu fördern und einen klaren Spielstil zu etablieren.

Aber es ist nicht nur die taktische Ausrichtung, die den VfB so stark macht. Es ist auch die Mentalität, der unbändige Wille, jeden Kampf anzunehmen. Ein Pokalfight gegen Freiburg, wie er kaum aufregender sein konnte, hat das bewiesen. Und auch wenn der FC Bayern in der Liga überlegen ist, so hat der VfB im Pokal nichts zu verlieren.

Musiala bei der wm: eine frage der fitness

Die Frage, ob Jamal Musiala bei der WM dabei sein sollte, beantwortet Hinkel unmissverständlich: „Wenn er fit ist, gehört er dazu.“ Seine Qualität sei entscheidend. Auch wenn er nach seiner Verletzung vielleicht noch nicht bei 100 Prozent ist, so ist seine Fähigkeit, Spiele zu entscheiden, unbezahlbar. Und wie Hinkel anmerkt, kann eine Verletzung einen Spieler auch mental stärker machen – ein Phänomen, das er selbst nach seinem Kreuzbandriss erlebt hat.

Die Parallelen zu Sami Khedira 2014 sind bezeichnend. Auch er wurde mit einer Verletzung zur WM geschickt – und wurde zu einem wichtigen Faktor für den deutschen Erfolg.

Die deutsche nationalmannschaft: breite ist trumpf

Was fehlt Deutschland aktuell für den WM-Titel? Hinkel ist ehrlich: „Deutschland kann immer um den Titel mitspielen, aber dafür muss alles passen.“ Vor allem die Breite im Kader sei im Vergleich zu anderen Top-Nationen noch ausbaufähig. Die erste Elf kann zwar mithalten, aber bei Wechseln merkt man oft die Unterschiede. Gerade bei Turnieren braucht man Spieler von der Bank, die das Niveau halten oder sogar steigern können.

Undav: mehr als nur ein „schlitzohr“

Dennis Undav hat sich zu einem der formstärksten Stürmer entwickelt. Seine Torquote spricht für sich. Hinkel bezeichnet ihn als „Schlitzohr“ – einen Spieler, der blitzschnell im Kopf ist und einen sicheren Abschluss hat. Ob er mit zur WM fährt, scheint nur noch Formsache zu sein.

Die Aussagen von Julian Nagelsmann zu Undav, die von manchen kritisch gesehen wurden, seien letztlich eher ein Medienthema als ein Problem im Team. Im Fußball ist vieles Show, wenig Substanz.

Die Faszination des Sports liegt oft im Unerwarteten. Und der VfB Stuttgart ist dieser Saison ein Paradebeispiel dafür. Ein Team, das mit Leidenschaft, Cleverness und einer gehörigen Portion Glück die Bundesliga aufmischt und die großen Klubs vor eine Zerreißprobe stellt. Denn eins ist klar: So lange der VfB so spielt, bleibt die Bundesliga spannend.

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