Grubauer brillt, finnland siegt: deb-team startet mit 1:3 in die wm
Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ist mit einem Dämpfer in die Weltmeisterschaft 2026 gestartet. Trotz einer Glanzleistung von NHL-Goalie Philipp Grubauer unterlag das DEB-Team gegen Finnland mit 1:3. Das Spiel in der Schweiz offenbarte alte Schwächen: zu wenig Durchschlagskraft nach vorne, zu viel Respekt vor dem Gegner.
Grubauer hält, aber die abwehr wackelt
Schon früh lag Deutschlandzurück. Anton Lundell nutzte eine Überzahlsituation, traf aus spitzem Winkel. Grubauer hatte keine Sicht, war chancenlos. Es sollte ein Abend werden, auf dem der Seattle-Keeper seine Mannschaft immer wieder im Spiel hielt. Im zweiten Drittel rettete Moritz Seider den Puck auf der Linie – ein Spektakel, das nur kurz Aufschub verschaffte.
Denn Finnland blieb effizient. Jesse Puljujärvi erhöhte in der 44. Minute auf 2:0, wieder im Powerplay. Erst danach kam Deutschland auf. Stefan Loibl traf mit einem Schlagschuss zum Anschluss. Die Hoffnung währte sieben Minuten. Dann schlug Aatu Räty zu. 3:1. Endstand.

Nico sturm fehlt – und das merkt man
Ohne Nico Sturm wirkt das deutsche Center-Ensemble blass. Der 31-Jährige blieb nach dem NHL-Aus mit Minnesota Wild zuhause. Seine Erfahrung, sein Spielverstand – alles fehlte. Bundestrainer Harold Kreis musste improvisieren. Das merkte man. Besonders in der Offensive fehlte die Durchlässigkeit. Kein Zufall, dass Deutschland nur selten gefährlich wurde.
Die Statistik ist ernüchternd: erst 19 Schüsse aufs Tor. Finnland kam auf 32. Die Powerplay-Quote: 0 Prozent. Das Penalty-Killing: 66 Prozent. Zahlen, die keine Siege bringen.

Jetzt kommt lettland – und der druck wächst
Am Sonntag geht es gegen Lettland. Ein Gegner, der ebenfalls kämpft. Verliert Deutschland auch dieses Spiel, wird die K.o.-Phase zum Krimi. Die USA und die Schweiz warten noch. Die Gruppe A ist kein leiches Pflaster. Wer hier nicht punkten will, fliegt früh raus.
Grubauer wird wieder stehen. Aber er braucht mehr Hilfe. Vorne. Hinten. Überall. Die WM ist kein Ein-Mann-Theater. Ohne Sturm. Ohne Sturm.
