Handball-schock in kopenhagen: deutschland rempelt an dänischer mauer!

Kopenhagen – Der Traum vom EM-Revanche zerplatzte für die deutsche Handballnationalmannschaft in Kopenhagen jäh. Nach einer erschreckenden ersten Halbzeit gegen die überragenden Dänen fehlte schlichtweg die Kraft, den Rückstand trotz einer kurzen Aufholjagd noch wettzumachen. 28:36 hieß es am Ende – eine deutliche Niederlage, die vor dem Heim-WM-Auftakt in acht Monaten ernste Fragen aufwirft.

Die erste halbzeit: ein lehrstück in ineffizienz

Die ersten dreißig Minuten waren für das Alfred Gislason-Team ein Albtraum. Deutschland fand kaum Lösungen im Angriff, verlor Bälle und ließ die Dänen im schnellen Umschaltspiel immer wieder ins Leere laufen. Die Abwehr fand keinen Zugriff, und die dänische Parade, Torwart Niklas Landin Nielsen, hielt alles fest. 13:21 – die Hypothek zur Pause war enorm.

„Natürlich sind das sogenannte Freundschaftsspiele“, hatte Gislason vor der Partie betont. Doch die Dänen zeigten, dass sie ihre Ambitionen ernst nehmen. Die Umstellung auf eine 7:6-Deckung brachte kurzzeitig etwas Ordnung, doch die Dänen konterten prompt. Besonders die blitzschnellen Umschaltaktionen und die Treffsicherheit im Abschluss waren schlichtweg beeindruckend.

Kurze hoffnungsschimmer, dann die ernüchterung

Kurze hoffnungsschimmer, dann die ernüchterung

Nach der Pause präsentierte sich die DHB-Auswahl zwar verbessert. Angeführt von Juri Knorr gelang es, den Rückstand auf drei Tore zu verkürzen. Vincent Büchner, der sein Debüt im Nationalteam feierte, sorgte mit seinen ersten Länderspieltreffern für einen kleinen Aufreger. Doch die dänische Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Die Konzentration bröckelte, und Dänemark zog wieder davon.

Die Bilanz ist ernüchternd: Seit über einem Jahrzehnt wartet Deutschland auf einen Sieg gegen Dänemark. Die 114. Begegnung zwischen diesen Handball-Giganten endete erneut mit dänischem Jubel. Gislasons Team muss sich nun fragen, wie es gegen die dänische Übermacht bestehen soll – vor allem, wenn es im Januar 2027 vor heimischer Kulisse um die Weltmeisterschaft geht. Die Aufgabe, die Mannschaft bis dahin zu formen und zu stabilisieren, ist enorm.

Teammanager Benjamin Chatton räumte ein, dass die Disziplin in der Umsetzung der taktischen Vorgaben zu wünschen übrigließ. „Wir wollen Sieben gegen Sechs spielen. Da brauchen wir nicht nur Mut, sondern auch sehr viel Disziplin.“ Ein Appell, den Gislason wohl beherzigen muss, wenn die deutsche Nationalmannschaft in Zukunft wieder erfolgreicher agieren möchte.