Eishockey-wm: krasser startverpatzer für das deutsche team!
Ein bitterer Start für die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in der Schweiz: Ohne NHL-Stars Reichel, Draisaitl und Stützle setzte es gegen Finnland eine deutliche 1:3-Niederlage. Die Erwartungen waren hoch, doch das Team von Bundestrainer Harold Kreis wirkte vor allem in Überzahl harmlos und verpasste eine wichtige Gelegenheit, im Titelrennen Fuß zu fassen.
Fehlende durchschlagskraft in der offensive
Die Abwesenheit der NHL-Stars wie Lukas Reichel, der erst spät ins Team stoßen konnte, war unverkennbar. Das deutsche Team kämpfte zwar mit Leidenschaft, fand aber selten den Weg zum gegnerischen Tor. Chancen wurden vergeben, vor allem in Überzahl, wo die Powerplay-Einheiten unter dem Standard blieben. Joshua Samanski vergab beispielsweise eine hochkarätige Chance aus kurzer Distanz – ein bitterer Moment für das Team.

Finnland nutzt deutsche fehler gnadenlos
Die Finnen hingegen zeigten, wie man Überzahlchancen konsequent nutzt. Anton Lundell und Jesse Puljujärvi trafen im Powerplay und machten den Unterschied. Dass der finnische Topstar Aleksander Barkov nach seiner langwierigen Verletzungspause wieder auf dem Eis stand, tat sein Übriges dazu. Die deutsche Mannschaft hatte zwar einige Standardsituationen, doch die Abwehr um Philipp Grubauer verhinderte weitere Gegentreffer. Ein fragwürdiger Moment gab es, als ein finnischer Spieler im deutschen Torraum stand – eine Situation, die durchaus überprüft werden hätte können.

Die nächste hürde: spiel gegen lettland entscheidend
Das Team steht vor einer großen Herausforderung: Am Sonntag trifft Deutschland auf Lettland. Dieses Spiel wird vermutlich den Ausschlag für den Einzug ins Viertelfinale geben. Die Stimmung im Team ist gedrückt, aber der Wille, den Turnierverlauf noch zu retten, ist ungebrochen. “Wir müssen uns schlechter präsentieren als gegen Finnland, um gegen Lettland zu gewinnen”, kommentierte ein frustrierter Dominik Kahun nach dem Spiel.
Personelle probleme überschatten das spiel
Die Personalsituation war bereits vor dem Spieltag angespannt. Neben den bereits bekannten Ausfällen von Draisaitl und Stützle fiel auch Nico Sturm kurzfristig aus. Der Stanley-Cup-Sieger von 2022 und 2025 (Colorado Avalanche und Florida Panthers) wird trotz des Playoff-Aus mit Minnesota Wild nicht nachreisen. Ein herber Verlust für das deutsche Team, das nun gezwungen ist, sich an die veränderten Umstände anzupassen.
