Energie cottbus: aufstieg in die zweite liga in greifbarer nähe!
Die Luft in Cottbus ist zum Greifen dicht. Am morgigen Spieltag gegen den Hamburger SV kann Energie Cottbus den erhofften Aufstieg in die 2. Bundesliga perfekt machen – ein Wunder nach Jahren des Kampfes und der finanziellen Not. Präsident Sebastian Lemke blickt selbstbewusst, aber auch realistisch auf die entscheidende Partie.

Die reise von der regionalliga zurück in die zweite liga
Vor fünf Jahren stand Energie Cottbus am Abgrund. Der finanzielle Ruin und sportliche Talfahrt schienen den Verein unweigerlich in die Bedeutungslosigkeit zu führen. Doch unter der Führung von Sebastian Lemke und mit dem unermüdlichen Einsatz von Trainer Claus-Dieter Wollitz, alias „Pele“, ist ein unglaubliches Comeback gelungen.
Die Fans strömen bereits in Scharen nach Regensburg, um ihre Mannschaft zu unterstützen. 6.000 Cottbuser Fans werden erwartet, und Lemke rechnet sogar mit noch mehr, möglicherweise bis zu 8.000, wenn die Stimmung stimmt. Eine unfassbare Kulisse für ein Spiel, das mehr ist als nur ein Fußballmatch – es ist ein Symbol für die Widerstandsfähigkeit und den Zusammenhalt einer ganzen Region.
„Wir waren ja viele Jahre in der vierten Liga unterwegs und mussten strukturell alles runterfahren“, erklärt Lemke im Interview. „Deshalb heißt es jetzt, diese sehr schnell wieder aufzubauen und zu festigen.“ Die finanzielle Basis muss stabilisiert werden, und der Verein muss neue Einnahmequellen erschließen, um den Ansprüchen der 2. Bundesliga gerecht zu werden.
Aber Lemke ist optimistisch. Die Mannschaft hat eine unglaubliche Mentalität bewiesen, drehte in dieser Saison acht Spiele – nur Bayern München war besser. „Wir haben einen tollen, mutigen, offensiven Fußball gespielt“, betont der Präsident. „Wir können nicht auf Ergebnis spielen. Das ist nicht unsere DNA.“
Die Frage des Stadions ist dabei ein weiteres, wichtiges Thema. Das Cottbuser Stadion ist nicht zweitligatauglich, und Lemke räumt ein, dass kurzfristige Maßnahmen nur eine Übergangslösung darstellen. Langfristig muss ein neues oder umfassend saniertes Stadion her, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden.
Und was bedeutet der mögliche Aufstieg für Trainer Claus-Dieter Wollitz? Lemke ist überzeugt: „Ich glaube, dass jeder weiß, dass Pele ein Zweitliga-Trainer ist. Ich gönne vor allem ihm morgen den Erfolg.“
Der Aufstieg wäre nicht nur ein sportlicher Erfolg, sondern auch eine Bestätigung für die harte Arbeit und den unermüdlichen Einsatz aller Beteiligten. Es wäre ein Triumph für Cottbus, für die Lausitz und für den deutschen Fußball.
