Schottischer fußball in aufruhr: var-entscheidung entfacht hitzige debatte vor meister-finale!
Die schottische Fußballliga steht am Rande des Chaos. Nur noch ein Spiel trennt Celtic Glasgow und Heart of Midlothian von der Meisterschaft, doch die Spannung wird von einer umstrittenen VAR-Entscheidung überschattet, die die Gemüter erhitzt und sogar englische Fußballlegenden wie Gary Lineker zur Kritik veranlasst.
Ein pfiff, der eine nation spaltet
Am Mittwochabend sorgte ein Handelfmeter für Celtic Glasgow in der Nachspielzeit eines Spiels gegen Motherwell für explosive Reaktionen. Schiedsrichter John Beaton entschied nach VAR-Check zugunsten der Glasgower, obwohl Sam Nicholson den Ball per Kopf ablenken wollte und dabei unglücklich seine Hand erhob. Lineker, der unlängst die Fußballwelt mit seinem Ausstieg bei der BBC überraschte, äußerte sich scharf: „Das ist wohl die schlechteste VAR-Entscheidung, die ich je gesehen habe (und da gibt es jede Menge Konkurrenz)“, schrieb er auf X. „Außergewöhnlich angesichts der Bedeutung.“
Die Entscheidung löste einen Sturm der Entrüstung aus. Chris Sutton, ehemaliger Celtic-Angreifer, verteidigte den VAR, während Sky Sports Experte Kris Boyd zunehmend lauter wurde und sich in Rage redete. Die Diskussionen überschrittend das rein Sportliche, zeigten die Reaktionen, wie tief diese Entscheidung in der schottischen Gesellschaft verwurzelt ist.

Showdown unter polizeischutz: angst vor eskalation
Das Meisterschaftsfinale am Samstag (13:30 Uhr im LIVETICKER) verspricht ein nervenaufreibendes Duell zu werden. Kelechi Iheanacho traf für Celtic in der umstrittenen Situation zum 3:2. Doch die Eskalation geht weiter: Nachdem persönliche Daten von Schiedsrichter Beaton im Internet geleakt wurden, befindet sich der Unparteiische mit seiner Familie unter Polizeischutz. Der schottische Fußballverband (FA) verurteilte den Hass auf Schiedsrichter und kritisierte die „hysterische Berichterstattung der Medien“.
Der ehemalige Stürmer Chris Sutton meinte, viele Menschen würden einfach nur Celtic nicht als Meister sehen wollen. „Unter dem Strich würden es die Leute hassen, wenn Celtic wieder den Titel gewinnen würde. Das ist alles.“

Kann heart of midlothian die 40-jährige dominanz beenden?
Sollte Heart of Midlothian am Samstag gewinnen oder ein Unentschieden erreichen, würde eine Ära enden, die seit 1985 andauert. Damals triumphierte Aberdeen unter Sir Alex Ferguson, der mittlerweile 84 Jahre alt ist und die aktuelle Saison aufmerksam verfolgt. Er wurde vor kurzem bei einem Spiel zwischen Aberdeen und Hearts gesichtet.
Der deutsche Torhüter Alexander Schwolow, der im August 2025 zu Hearts wechselte, gab an, er habe vor seinem Wechsel „durchaus leichte Bedenken“ gehabt. „Ich wusste nicht einmal, dass der Verein aus Edinburgh kommt“, gestand er. Doch er hat Geschichte geschrieben, indem er als erster Hearts-Keeper in seinen ersten vier Spielen ohne Gegentor blieb. Nun winkt ihm und dem Klub die Chance auf einen historischen Titel – die erste Meisterschaft seit 66 Jahren.
Hearts haben zwar in der Vergangenheit turbulente Zeiten erlebt, inklusive des Abstiegs in die Zweitklassigkeit, doch seit 2021 spielen sie wieder in der ersten Liga und greifen nun nach dem Titel. Der Vorsprung auf Celtic betrug nach einem 3:1-Sieg im direkten Duell Ende Oktober sogar acht Punkte. Nun ist der Abstand auf nur noch einen Zähler geschmolzen, aber die Hearts wollen sich nicht verrückt machen lassen. „Uns wurde in der ganzen Saison schon öfter misstraut“, sagte Schwolow, „aber wir haben immer eine Antwort geben können.“
Trainer Derek McInnes sprach von einer „widerlichen“ Entscheidung, betonte aber: „Um es zu schaffen, müssen wir ein positives Ergebnis holen.“ Ein Spiel, das für die Ewigkeit in die schottischen Fußball-Annalen eingehen wird.
