Handball-schock: dänemark demütigt deutschland im em-finale-revanche

Kopenhagen tobte, während die deutsche Handball-Nationalmannschaft eine bittere 28:36-Niederlage gegen Dänemark hinnehmen musste – die Revanche für das verlorene EM-Finale in Herning. Alfred Gislasons Team wirkte vor allem in der ersten Halbzeit von der dänischen Dominanz überfordert und steht nun vor einer wichtigen Weichenstellung acht Monate vor der Heim-WM.

Ein fehlstart und die dänische antwort

Der Beginn war alles andere als vielversprechend. Ein 0:3-Lauf der Skandinavier ließ die 10.431 Zuschauer in der Royal Arena jubeln. Zwar gelang es den deutschen Spielern, durch technische Fehler der Dänen auf einen Treffer aufzuholen (6:7), doch die schnellen Umschaltaktionen und die beeindruckende Torwartleistung von Niklas Landin (nicht im Kader) machten es Deutschland schwer. Gislason versuchte mit einer Sieben-gegen-Sechs-Taktik das Spiel zu öffnen, doch die Disziplin ließ in entscheidenden Momenten nach.

Die erste Halbzeit war ein deutlicher Ausdruck der Kräfteverhältnisse. Die DHB-Auswahl fand kaum Durchbrüche in klare Wurfpositionen und geriet bis zur Pause mit acht Toren in Rückstand. „Wir wollen Sieben gegen Sechs spielen. Da brauchen wir nicht nur Mut, sondern auch sehr viel Disziplin. Das haben wir in der einen oder anderen Stelle leider nicht so gezeigt, wie wir uns das vorgenommen haben“, kommentierte Teammanager Benjamin Chatton die enttäuschende Leistung.

Knorr belebt hoffnung, dänemark kontert

Knorr belebt hoffnung, dänemark kontert

Nach dem Seitenwechsel schien ein Wunder möglich. Angeführt vom jungen Spielmacher Juri Knorr verbesserte sich die deutsche Defensive merklich, und der Rückstand schrumpfte auf drei Tore. Vincent Büchner, der sein Länderspieldebüt feierte, sorgte mit zwei schnellen Treffern für zusätzliche Hoffnung. Doch Dänemark ließ sich nicht beeindrucken. Bei Ballgewinnen konterten die Gastgeber blitzschnell, oft ins leere Tor, und zogen wieder davon.

Die Niederlage wirft Fragen auf, insbesondere angesichts des anstehenden Heim-WM-Turniers. Dänemarks Trainer Niklaj Jakobsen betonte vorab die Bedeutung des Spiels: „Natürlich sind das sogenannte Freundschaftsspiele, aber ich weiß, dass beide Mannschaften Vollgas geben werden.“ Gislason selbst konzentrierte sich auf die sportlichen Aspekte und vermied Wasserstandsmeldungen zu seiner eigenen Zukunft, die sich mit dem Auslaufen seines Vertrages im Jahr 2027 abzeichnet. Die Tatsache, dass Deutschland seit über einem Jahrzehnt nicht mehr gegen Dänemark gewonnen hat, unterstreicht die Überlegenheit der Skandinavier im internationalen Handball.

Die Leistung der Dänen, die von vielen als