Füchse berlin zerfetzen aalborg und buchen schon jetzt viertelfinal-ticket

35:31 in der dänischen Festung – die Füchse Berlin haben Aalborg nicht nur geschlagen, sondern demütigt. Mit diesem Sieg sind sie vorzeitig Gruppensieger, und der Rest der Champions League weiß: Die Berliner spielen heiß.

Ein spiel, das in die geschichte eingeht

Die Zahlen sind hart, aber ehrlich: Mathias Gidsel traf achtmal, Torwart Dejan Milosavljev parierte, als stünde er zwischen den Pfosten eines anderen Sports, und die Abwehr zwang die Dänen in 60 Minuten zu 14 technischen Fehlern. Das ist keine Glanzleistung mehr – das ist ein Statement.

Die erste Hälfte war ein Schlagabtausch auf Augenhöhe, doch wer genau hinsah, erkannte: Berlin lenkt das Tempo. Aalborg rannte hinterher, warf Kraftwürfe gegen die dichte Mittelblock-Decke, während die Füchse den Ball zirkulieren ließen wie einen heißen Kartoffelparkour. Pausenstand: 16:15 – knapp, aber irgendwie schon entschieden.

Milosavljev wird zur mauer, gidsel zum gift

Milosavljev wird zur mauer, gidsel zum gift

Nach dem Seitenwechsel schlug die Stunde von Milosavljev. Drei Gegenstöße in Folge, initiiert von seinen Abprallern – 22:18 in der 39. Minute, Aalborgs Trainer ruft die Auszeit, die Arena verstummt. Doch selbst die Pause nutzt nichts. Berlin wirft weiter, bis der dänische Koloss auf 26:32 stolpert. Die letzten sechs Minuten sind Formalie, die Entscheidung längst gefallen.

Tim Freihöfer und Hakun West av Teigum liefern sich ein kleines internes Schießen – beide fünf Treffer, beide mit 80 % Trefferquote. Neben Gidsels acht Buden ergibt das eine Offensive, die selbst Barça-Scouts aufmerken lässt. Die Katalanen sind im Viertelfinal-Topf, ein Wiedersehen mit den Berlinern winkt – und das könnte ein Feuertaufe werden.

Die tabelle lügt nicht, und sie lügt gnadenlos

Die tabelle lügt nicht, und sie lügt gnadenlos

Mit 10:0 Punkten haben die Füchse die Gruppe A dominiert – das ist Rekord. Kein deutscher Klub hat je eine Vorrunde ungeschlagen abgeschlossen, und das auswärts bei Europas bestem Team der letzten drei Jahre. Die Message an den Rest der Königsklasse: Wer Berlin stoppen will, braucht mehr als eine Heimelf.

Die nächsten Wochen werden brutal. Liga, Pokal, Europa – aber genau das liebt diese Mannschaft. Trainer Jaron Siewert sagt nach dem Spiel lediglich: „Wir wollen Mai werden.“ Kein Geschwafel, kein Pathos – nur ein Datum. Wer sich ihm in den Weg stellt, sollte besser gut aufgelegt sein. Die Füchse jagen jetzt den Henkelpott – und sie jagen ihn mit offenen Visier.