Champions league sensation: andersson spielt trotz krankenhausaufenthalt und sichert sieg!
Berlin – Was für eine Nacht für die Füchse Berlin! Kurz vor dem entscheidenden Champions-League-Spiel gegen Veszprém schien alles gegen einen Sieg. Doch dann kam Lasse Andersson, ein Mann, der nicht nur sportlich, sondern auch kämpferisch überzeugt. Seine Leistung, unter den widrigsten Umständen, ist schlichtweg außergewöhnlich.
Der rückraumspieler, der mit fieber und magen-darm-infekt ins krankenhaus musste
Die Geschichte klingt wie aus einem Film: Lasse Andersson, einer der Schlüsselspieler der Füchse, lag am Vortag des Spiels noch fiebrig im Badezimmer. Am Spieltag selbst führte sein Weg ins Krankenhaus, wo Mannschaftsarzt Bernd Wohlfahrt ihn untersuchte. „Er hatte große Probleme mit dem Magen“, berichtete Trainer Nicolej Krickau. Die Prognose war düster: vielleicht ein kurzes Einsatzminütchen, wenn überhaupt.
Doch Andersson ist kein Mann, der aufgibt. Nur 75 Minuten vor Spielbeginn tauchte er in der Max-Schmeling-Halle auf – und stand wenig später in der Startformation. Seine sechs Tore beim 35:33 nach Siebenmeterwerfen waren nicht nur entscheidend für den Sieg, sondern auch ein Beweis seines unglaublichen Willens.

Ein signal an die mannschaft und ein triumph des charakters
„Ich mache das nicht oft, aber heute muss ich Lasse besonders applaudieren“, sagte Krickau nach dem Spiel. „Unter diesen Umständen so eine Leistung zu zeigen – das sagt viel über seinen Charakter.“ Geschäftsführer Bob Hanning stimmte zu: „Dass Lasse überhaupt spielt – die Wahrscheinlichkeit lag bei unter zehn Prozent!“ Anderssons Einsatz hatte nicht nur sportliche, sondern auch eine psychologische Wirkung. „Das Signal für die Mitspieler war extrem wichtig“, betonte Krickau. „Aber auch für mich, muss ich sagen.“
Die Füchse Berlin sind damit ins Final Four der Champions League eingezogen. Und Lasse Andersson? Dem Helden der Nacht steht nun eine verdiente Pause zu. „Ich habe ihm gesagt, er soll zu Hause bleiben“, schloss Krickau mit einem Lächeln. Denn nach einer solchen Leistung ist Erholung das geringste, was der Däne verdient hat. Seine Entschlossenheit, trotz Krankheit auf dem Feld zu stehen und sein Team zum Sieg zu führen, wird in Erinnerung bleiben – ein unvergesslicher Abend für die Handball-Welt.
