Fc basel jagt nach hitz-abgang: omlin-sommer-duell um den kasten

Marwin Hitz hat den FC Basel mit offenen Türen stehen gelassen. Seine Entscheidung, den auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern, traf der 36-Jährige bereits vor der Winterpause – und damit zu einem Zeitpunkt, als die Basler Führung mit anderen Sorgen beschäftigt war. Nun tickt die Uhr. Sportchef Daniel Stucki muss binnen weniger Wochen einen neuen Stammtorhüter finden, der die Lücke zwischen den Pfosten schließt und zugleich die Ansprüche des Vereins auf die Meisterschaft untermauert.

Jonas omlin: die heimliche bank bei leverkusen

Unter den Kandidaten, die Stucki derzeit durchrechnet, ist ein Name besonders laut geworden: Jonas Omlin. Der 32-Jährige hat in Basel bereits Geschichte geschrieben – von 2018 bis 2020 war er die letzte Konstante in einer Zeit, in der der FCB zwischen Erfolg und Umbruch pendelte. Nun könnte er als Retter zurückkehren. „Wir sind an mehreren Namen dran, darunter auch Jonas Omlin“, bestätigt Stucki gegenüber SRF. Doch die Rechnung ist kompliziert. Omlin ist aktuell an Bayer Leverkusen verliehen, kommt dort aber nur als Ersatzmann zum Zug. Sein Vertrag bei Borussia Mönchengladbach läuft noch bis 2027 – ein Luxus, den sich der FC Basel nur dann leisten kann, wenn Gladbach mitspielt und die Ablöse moderat bleibt.

Die Frage ist: Wie viel ist ein Klub bereit zu zahlen für einen Torwart, der in der Bundesliga momentan nur die zweite Geige spielt? Die Antwort wird entscheiden darüber sein, ob der FCB tatsächlich zu altbekannten Gesichtern greift oder sich nach neuen Lösungen umschaut.

Yann sommer: der mythos, der nicht zurückkommt

Yann sommer: der mythos, der nicht zurückkommt

Die andere Seite der Medaille heißt Yann Sommer. Für viele Basler Fans ist er noch immer der Held von damals – acht Jahre lang die Nummer eins, später Nationaltorhüter, nun Stammkeeper bei Inter Mailand. „Er wäre der perfekte Mann für uns im Tor“, sagt Stucki. Doch der Satz endet mit einem Aber, das so groß ist wie der Gotthard. Sommer ist 37, spielt auf höchstem Niveau und ist auf dem besten Weg, mit Inter den Meistertitel zu holen. Eine Rückkehr in die Schweiz? „Realistisch ist das nicht“, so Stucki. Der Mythos bleibt ein Mythos.

Was bleibt, ist ein Verein, der sich zwischen Nostalgie und Realität bewegt. Zwischen dem Wunsch nach einer Identifikationsfigur und der Notwendigkeit, finanzielle Grenzen einzuhalten. Die Basler Führung hat sechs Namen auf der Liste – ein halbes Dutzend Optionen, aber keine Garantie.

Die Entscheidung fällt bald. Denn wer auch immer im Sommer das Tor hütet, muss nicht nur Paraden zeigen, sondern auch Haltung. In einer Liga, in der der FC Basel sich selbst als Anwärter auf die Krone sieht, ist der Kasten mehr als nur ein Platz auf dem Feld – er ist das Symbol für Stabilität. Und die ist nach dem Hitz-Aus genau das, was der Klub braucht.