Warriors ziehen curry trotz verletzter truppe nicht zurück: „wer fit ist, spielt“

Die Golden State Warriors schicken Stephen Curry nicht in den vorzeitigen Saisonurlaub. Chefcoach Steve Kerr stellte in der „Tom Tolbert Show“ klar, dass der 38-jährige Superstar weiter auflaufen wird – solange seine Knöchel mitspielen. Die Entscheidung fällt mitten in der größten Verletzungsmisere der Franchise seit Jahren.

Kerr erklärt die marschroute

„Leute fragen mich, warum wir Steph nicht einfach abschalten“, sagt Kerr. „Antwort: Er ist gesund, wir sind im Wettbewerb. Punkt.“ Die Warriors liegen bei 33-35 Siegen und haben trotz Jimmy Butlers Ausfall und Kristaps Porzingis’ Geisterpräsenz noch Play-in-Chancen. Tabellenplatz neun, drei Siege Vorsprung auf Position elf – das rechnet sich in Oakland.

Die Zahlen sprechen für Curry: 27,2 Punkte, 4,8 Assists, 4,5 verwandelte Dreier pro Spiel. Nur 39 Einsätze stehen in der Spalte – ein Spiegelbild der Seuchensaison. Doch genau das macht Kerr stutzig: „Wir reden hier nicht über ein Rebuild. Wir reden über Prozess. Rückschläge gehören dazu, aber sie sind kein Freibrief für Aufgeben.“

Currys letzte saison als play-in-motor?

Currys letzte saison als play-in-motor?

Die Western Conference ist so eng wie selten. Ein Sieg mehr, und die Warriors rutschen auf Platz sieben. Eine Niederlage, und sie schlittern raus aus dem Top-Ten-Ticket. Genau diese Schwankung liebt Curry, der in seinen letzten fünf Spielen 30,4 Punkte schnitt – bei 46 Prozent von außen. Sein Körper mag älter sein, sein Selbstvertrauen nicht.

Golden State hat die Option, den Alterskern um Draymond Green und Klay Thompson zu entlassen und jung umzubauen. Doch Kerr signalisiert: Nicht vor diesem Sommer. „Wir wollen diese Saison noch erzählen, dass wir gegen alle Odds gekämpft haben“, sagt er. „Und Steph ist die Hauptfigur in diesem Kapitel.“

Die Uhr tickt. Noch elf Spiele, dann entscheidet sich, ob die Play-in-Träume Realität werden oder ob die Saison als moralischer Sieg in die Geschichtsbücher wandert. Curry wird dabei sein – mit Tape um die Sprunggelenke und dem Ball in der Hand. Für ihn ist das kein Abschied, sondern ein Statement.