Stuttgart zieht in porto die kampfhunde-karte: jetzt zählt nur noch sieg

1:2 im Rückspiel, 90 Minuten bis zur Katastrophe – und der VfB trommelt schon am Flughafen. Deniz Undav blickt wie ein Boxer, der weiß, dass der nächste Treffer sitzen muss. „Wir müssen gewinnen, alles andere ist egal.“ Keine Floskel, sondern Kampfansage.

Die dreierkette, die zwei stars kaltstellt

Die dreierkette, die zwei stars kaltstellt

Sebastian Hoeneß schielt auf Finn Jeltsch, Luca Jaquez und Ramon Hendriks. Die Jugend-Variante war gegen Leipzig ein Bollwerk, schaltete Diomande aus und bescherte Maximilian Mittelstädt und Jeff Chabot nur den Blick von der Bank. Chabot? Fit, aber außen vor. Die Botschaft: Leistung vor Namen.

Porto wird nicht netter. Nach dem Hinspiel-Theater mit Schwalben und Rumgemaule steht Stuttgart unter Strom. Atakan Karazor zieht den Faden weiter: „Giftig und aggressiv in jedem Zweikampf.“ Es gibt keinen Plan B. Nur 1:0 führt weiter, danach folgt Extrazeit oder das Aus.

Die Belastung? Vier Pflichtspiele in zehn Tagen, danach Dortmund, Bayern, Leverkusen. Hoeneß lacht das nicht an. Er rotiert, aber nur da, wo es weh tut. Denn Porto ist kein Testspiel, es ist das Pokalfinale im Februar. Undav spürt’s in jedem Schritt: „Endspiel-Atmosphäre, nur kälter.“

Die Fans buchten schon gestern die Flüge, die Tickets waren in 23 Minuten weg. Kein Wunder: Wer jetzt nicht dabei ist, verpasst vielleicht die größte Europaparty seit 2010. Stuttgart kennt die Rechnung: Sieg = Viertelfinale = Geld = Planbarkeit. Niederlage = Leere im Kalender und Fragen nach dem Sinn.

Um 21:00 Uhr plärrt die Dragão, dann zählt nur noch Torschrei oder Schweigen. Undav hat seinen persönlichen Haken schon parat: „Wir kommen, um zu treffen.“ Entweder fliegt das Netz oder die Koffer. Kein drittes Mal.