Doping-schock: langlauf-starin carl für 18 monate gesperrt!

Ein Schock für den deutschen Langlauf-Sport: Victoria Carl, eine der prägenden Figuren der letzten Jahre, wurde für 18 Monate wegen eines Dopingverstoßes gesperrt. Die Nachricht, die heute von der NADA bekannt gegeben wurde, wirft einen langen Schatten auf ihre Karriere und die Aussichten des deutschen Teams.

Die details des falls: clenbuterol und eine unerwartete erklärung

Im Frühjahr 2025 wurde bei Carl, außerhalb des Weltcup-Kreislaufs, eine positive Probe auf Clenbuterol festgestellt. Das Medikament, das typischerweise zur Behandlung von Atemwegserkrankungen eingesetzt wird, ist in der Welt des Sports streng verboten. Carl selbst gab an, während einer Erkrankung Hustenanfälle gehabt und das Medikament auf ärztliche Anweisung eingenommen zu haben. „Mir war nicht bewusst, dass ein verbotener Wirkstoff enthalten ist“, erklärte sie im Sommer 2025.

Die NADA hatte zunächst einen Sanktionsvorschlag über zwei Jahre erlassen, der nun auf 18 Monate reduziert wurde. Die Sperre läuft bis zum 25. November 2026, wobei die bereits erfolgte vorläufige Suspendierung angerechnet wird. Das bedeutet, dass Carl die Olympischen Winterspiele in Italien verpasste – ein bitterer Rückschlag für die Athletin und das gesamte Team.

Comeback in sicht? die möglichkeit eines neustarts

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Trotz der schweren Strafe könnte Carl bereits in der Saison 2026/27 wieder auf den Titel kämpfen. Sowohl sie selbst, als auch der Weltverband FIS und die Welt Anti-Doping Agentur (WADA) haben die Möglichkeit, gegen das Urteil beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) Einspruch einzulegen. Der Ausgang dieser Revision ist entscheidend für die Zukunft der Thüringerin.

Es ist bezeichnenswert, wie Carl mit der Situation umgeht. Teamchef Peter Schlickenrieder lobte ihre intrinsische Motivation und ihre Fähigkeit, sich kleine Ziele zu setzen. „Da kann man nur den Hut ziehen und sich inspirieren lassen, dass man sich durch solche Rückschläge nicht unterkriegen lässt“, sagte er über die 30-Jährige.

Ohne Carl, die 2022 in China Olympia-Gold im Team-Sprint und Silber mit der Staffel gewann, gab es in Italien zwar nur Bronze im Team-Sprint durch Coletta Rydzek und Laura Gimmler, doch der Teamgeist blieb intakt. Die Geschichte von Victoria Carl ist eine Mahnung: Auch für Top-Athletinnen kann der Weg zum Erfolg steinig und von unerwarteten Hindernissen geprägt sein. Die Frage ist nun, ob sie diesen Weg zurück zum Erfolg beschreiten kann – und ob der Sport die Antwort auf ihre Erklärung finden wird.