Sevilla erwacht aus der pause: garcía plaza jagt ersten punkt in oviedo

Die Luft im José-Ramón-Cisneros-Palacios klang am Montag metallisch vom Pfeifen von Luis García Plaza. Nach 48 Stunden Tiefschlaf trabten die Sevilla-Profi wieder ein, und jeder Schritt auf dem Rasen schrie: Wir müssen in Oviedo endlich wieder gewinnen. Der Klub hat den Abstiegskampf offiziell zur Lebensfrage erklärt – und der neue Coach nur eine Woche, um die Antwort zu finden.

Azpilicueta, salas und agoumé melden sich zurück – mit einem haken

César Azpilicueta stampfte durch die Laufreihen, Kike Salas spähte nach Ballaktionen, Lucien Agoumé lachte kurz – dann verschwand das Trio wieder in der Duschenkabine. Der Franzose ist zwar wieder auf dem Platz, aber gegen Real Oviedo trotzdem gesperrt. Fünfte Gelbe, kein Weg drum herum. Die Innenverteidigung muss also ohne ihn neu gemischt werden, ein Szenario, das García Plaza hasst: „Ich baue keine Rotationen aus Karteikärtchen“, hatte er vor seiner Vorstellung gesagt.

Die echte Baustelle bleibt das Lazarett. Marcao und Peque fehlen weiter, acht Legionäre sind auf Länderspielreise. Das reduzierte Training fühlte sich an wie eine Übung mit der C-Klasse – nur dass am Sonntag die Oberliga kommt.

García plaza schickt spione ins eigenes nachwuchsduell

García plaza schickt spione ins eigenes nachwuchsduell

Am Sonntagabend saß der Madrilene nicht in der Kabine, sondern auf der Tribüne des Estadio Jesús Navas. Sevilla Atlético verlor 0:1 gegen Murcia, doch der Score war Nebensache. García Plaza wollte sehen, ob Manuel Arenas die Schnittstelle findet, ob Ibra Sow Druck entwickelt, ob Lociga sich in die Zweikämpfe wirft. Kurz: er sucht Notnagel für den Kader, bevor der Flieger am Samstag Richtung Asturien startet.

Die Tagesordnung bis dahin ist militärisch straff: dienstags Doppelpass, mittwochs Sprinteinheiten, donnerstags taktische Videozerlegung, freitags Testspielgeheimnis. Samstag 17.30 Uhr Abflug, Sonntag 21.00 Uhr Anpfiff im Carlos-Tartiere. Wer da nicht läuft, fliegt danach vielleicht ganz raus.

Der Trainer schwieg nach der Einheit nur kurz: „Wir haben keine Zeit mehr für schöne Worte.“ Die Wahrheit kommt in Ovieden – und sie hat 90 Minuten Zeit, sich zu zeigen.