Bremerhaven zieht ins viertelfinale ein, schwenningen zwingt wolfsburg in die entscheidung

Die Fischtown Pinguins haben in Nürnberg ihren Einzug in die DEL-Viertelfinalrunde perfekt gemacht – und das mit dem bissigen Selbstvertrauen eines Teams, das weiß, dass es in den kommenden Wochen noch viel lauter krachen kann. Mit 3:2 (2:1, 1:0, 0:1) beim ERC setzten die Pinguins am Freitag den Schlusspunkt unter ein Best-of-three, das eigentlich schon nach dem 4:0 im ersten Spiel entschieden war – nur eben noch nicht auf dem Papier.

Drei tore, drei antworten, ein statement

Christian Wejse traf nach 12 Minuten zur Führung, C.J. Smith bohrte fünf Minuten später nach. Marcus Weber verkürzte noch vor der ersten Pause, doch Phillip Bruggisser stellte im Mitteldrittel mit einem Schlenzer aus halblinker Position die Weichen wieder auf Sieg. Als Samuel Dove-McFalls fünf Minuten vor Schluss auf 2:3 verkürzte, war die Partie längst zur Schießerei verkommen – aber Bremerhavens Goalie Maximilian Franzke ließ sich nicht mehr aus der Ruhe bringen.

Trainer Alexander Sulzer sprach hinterher von „einer Reifeprüfung, die wir bestanden haben“. Nächster Gegner: die Adler Mannheim – ein Duell, das sich wie ein Frühwarnsystem anhört. Denn wer gegen die Adler überlebt, der kann auch gegen Köln, München oder Berlin mithalten.

Wild wings wachen auf und zwingen wolfsburg in die verlängerung

Wild wings wachen auf und zwingen wolfsburg in die verlängerung

Während in Bremerhaven gefeiert wurde, lief in Schwenningen ein kleines Revival auf. Die Wild Wings, nach dem 1:4 im ersten Spiel schon abgeschrieben, fegten die Grizzlys Wolfsburg mit 5:1 vom Eis – und das, nachdem sie binnen 183 Sekunden im Mitteldrittel drei Treffer versenkt hatten. Alexander Karachun und Kyle Platzer eröffneten den Torreigen bereits in den ersten vier Minuten, ehe Niklas Lipszyc, Maximilian Daubner und erneut Platzer den SWR-Akteuren die Schneekanonen vor die Füße schnallten.

Am Sonntag um 16.30 Uhr (MagentaSport) steigt in der Helios-Arena nun das ultimative Sudden-Face: Sieger spielt gegen Köln, Verlierer plant den Urlaub. Die Statistik? Gleichstand, 1:1, Nerven wie blank poliertes Eisen.

Für die Pinguins beginnt indes der Ernstfall. Gegen Mannheim wird kein Tor geschenkt, kein Check unterschätzt. Und sollten sie diese Runde überstehen, winkt das, was alle in Bremerhaven schon seit Jahren tief im Brustkorb tragen: die erste Meisterschaft seit 2009. Die Zahlen sprechen für sich: 24 Siege in 36 Spielen, 109 Punkte – und ein Kader, der endlich wieder Spaß daran hat, Eishockey als Kollektivkunst zu betreiben.