Hfc zerlegt zwickau und jagt leipzig: prüfer lacht, kulke zaubert

Ein Spaziergang mit Vier-Tore-Vorsprung zur Pause – so sah der achte Sieg im achten Spiel für den Halleschen FC aus. 3:0 gegen Zwickau, Tabellenplatz zwei gekratzt, und auf der Bank jubelte ein Interimscoach, der „mega Spaß“ hatte.

Sascha prüfer genießt seinen kurzauftritt

Robert Schröder saß wegen Gelb-Sperre in der Kabine, dafür durfte Co-Trainer Sascha Prüfer die Seitenlinie rocken. Nach Abpfiff strahlte er wie ein Pokalsieger: „Hat mega Spaß gemacht, die Jungs haben alles umgesetzt.“ Die Spieler feierten ihn wie einen Hauptdarsteller, dabei war er nur Statist – aber einer mit Sieg-Garantie.

Max kulke ist der neue assistenz-könig

Max kulke ist der neue assistenz-könig

Drei Vorlagen an einem Abend – das schaffte in dieser Saison noch kein HFC-Profi. Kulke bediente beim 1:0 Löhmannsröben mit einem scharfen Freistoß, bereitete das 2:0 per zweiter Standardsituation vor und schaufelte beim 3:0 einen 40-Meter-Steilpass auf Hauptmann, der das Leder ins lange Eck legte. „Wenn ich so weitermache, darf ich vielleicht bald Stürmer werden“, scherzte der Flügelflitzer nach dem Spiel.

Zwickau verpasst die trendwende

Zwickau verpasst die trendwende

Die Westsachsen bleiben Fünfter, aber die Lücke zu den Aufstiegsrängen wächst. Rico Schmitt hatte vor der Partie gewarnt, dass seine Mannschaft „das Maß der Dinge“ in Halle neu definieren müsse. Stattdessen versenkten seine „Schwäne“ sich in Eigenfehler: Zarubas Rückpass auf Eixler war nur die prominenteste Szene, danach schon wieder Standard-Gegentore. „Wir waren zu höflich“, haderte Schmitt. „In der Zweikampfführung haben wir den Kürzeren gezogen – und das entscheidet in Halle fast alles.“

Leipzig spürt den atem

Leipzig spürt den atem

Mit 61 Punkten aus 27 Spielen hat der HFC die beste Formkurve der Liga. Lok Leipzig mag noch fünf Zähler vorneweg liegen, doch der Druck wächst. Am Freitag gastiert der Tabellenführer in Babelsberg – ein Ausrutscher, und Halle rückt noch näher heran. „Wir jagen, wir haben nichts zu verlieren“, sagt Kapitän Jonas Nietfeld. Die nächste Woche könnte die Meisterschaftsfrage neu stellen.