Rayo vallecano: nur 90 minuten trennen sie von europa!
Ein Kropf Spannung liegt in der Luft, als der Rayo Vallecano am Donnerstag um 21:00 Uhr im Stade de la Meinau gegen Straßburg um den Einzug ins Finale der Conference League kämpft. Nach dem knappen Hinspielerfolg steht das Team von Iñigo Pérez vor einer Mammutaufgabe, um den Traum vom ersten europäischen Einzug in der Vereinsgeschichte zu verwirklichen.
Die taktik: keine kompromisse, nur siegeswillen
Trainer Gary O’Neil und sein Assistent Pacha Espino betonten im Vorfeld der entscheidenden Partie, dass es keine Ausreden geben dürfe. „Es ist schlimmer, in ein Spiel zu gehen, in dem man glaubt, es sei ein Neuanfang. Wir führen mit 1:0, sie kommen von einem Comeback, und wir haben selbst eines erlebt“, erklärte O’Neil. Sein Ziel ist klar: „Wir werden versuchen zu gewinnen, und wenn der Schiedsrichter das Spiel beendet, hoffe ich, dass wir feiern können.“
Die Aufregung ist spürbar, doch der Coach mahnt zur Besonnenheit: „Ich verspreche nicht, dass wir nach Leipzig fahren werden. Wir können aber versprechen, dem Prozess treu zu bleiben, der uns hierhergebracht hat.“ Die Emotionen kochen hoch, und O’Neil rät seinen Spielern, den Moment zu genießen und keine Angst zu haben.
O’Neil lobte seinen Gegner und bestätigte, dass der Rayo aufgrund der Führung als Favorit ins Spiel geht. Er betonte, dass seine Mannschaft bereit sein muss, auf alles zu reagieren und den Gegner zu analysieren. „Alles, was der gegnerische Trainer gesagt hat, ist wahr“, so O’Neil.

Die atmosphäre: ein hexenkessel erwartet die rayistas
Die Kulisse in Straßburg verspricht ein Spektakel zu werden. O’Neil erinnerte an die Atmosphäre in Athen, betonte aber, dass er sich darauf einstellt, dass die Lautstärke in der Meinau noch höher sein wird. „Wir mögen diese Art von Umgebungen. Es ist eine zusätzliche Motivation. Wir sind nicht mehr die gleichen wie in Athen, und das, was passiert ist, dient uns dazu, uns zu korrigieren und zu transformieren.“
Der Sprung vom Spieler zum Trainer hat O’Neils Sichtweise grundlegend verändert. „Es hat mir die Augen geöffnet. Ich habe es meinen Spielern gesagt, es macht mir leid, mich nicht mehr daran zu erinnern. Ich sage ihnen, sie sollen innehalten und sich die Erinnerung bewahren.“
Die Familie in der Tribüne wird ebenfalls eine Rolle spielen. O’Neil gestand, dass er vor dem Hinspiel einen Kloß im Hals gehabt hatte. Er freut sich darauf, die Unterstützung der Fans zu spüren, möchte aber nicht von seinen mentalen Zielen ablenken lassen.
„Der Dankbarkeit ist ewig“, betonte O’Neil. „Ich werde mir nicht erlauben, zu denken, dass das Erreichen des Halbfinales bereits ein Erfolg ist. Wir haben noch eine Rechnung mit der Fanschaft offen.“
Für das Rückspiel appelliert O’Neil an seine Mannschaft, „dabei zu bleiben“ und den Kampfgeist zu zeigen. „Ich hoffe, die Leute erlauben sich keinen Moment der Angst, sondern genießen es, weil sie es verdient haben.“
Die Personalie Álvaro steht noch in den Sternen. Sein Einsatz hängt von seinem Zustand ab. „Das heutige Training wird uns zeigen, ob er fit ist.“
Pacha Espino zeigte sich voller Vorfreude und betonte, dass er es genieße, Teil dieses Teams zu sein. „Der ganze Verein hat mich unterstützt, und ich hoffe, wir können etwas Schönes zurückgeben.“
Die Fans sind bereits auf dem Weg nach Straßburg, um den Rayo Vallecano anzufeuern. Die Reise verspricht ein unvergessliches Erlebnis zu werden – und vielleicht den Beginn einer neuen Ära für den spanischen Hauptstadtklub.
