Sinner dominiert rom: kann er panattas legendären triumph wiederholen?

Rom erbebt! Jannik Sinner, der frischgebackene König von Madrid, ist in der Ewigen Stadt gelandet und bereit, die Internationalen Rom zu erobern. Das Turnier, das seit Jahrzehnten einige der größten Namen des Tennis hervorgebracht hat, steht dieses Jahr unter dem besonderen Stern des jungen Italieners. Kann er das halbe Jahrhundert seit Adriano Panattas glorreichem Sieg über Warwick 1976 wiederholen und das italienische Tennis zurück in die Weltklasse katapultieren?

Djokovic trainiert im herzen roms, während sinner seine dominanz festigen will

Djokovic trainiert im herzen roms, während sinner seine dominanz festigen will

Die ersten Tage des Turniers sind bereits von außergewöhnlicher Atmosphäre geprägt. Novak Djokovic, der ewige Rivale, trainierte inmitten der römischen Pracht auf der Piazza del Popolo, während sich Sinner auf dem revitalisierten Foro Italico auf die Herausforderungen vorbereitete. Die neuen Anlagen, mit ihren 21 Courts und der imposanten SuperTennis Arena, versprechen ein Tennis-Fest der Superlative.

Doch der Blick gilt vor allem Sinner. Fünf Masters 1000 Titel in Folge – ein historischer Erfolg, den zuvor niemand erreichte – sprechen eine deutliche Sprache. Das Fehlen von Carlos Alcaraz, der aufgrund einer Handgelenksverletzung absagen musste, macht Sinner zum strahlenden Favoriten. Die Fans erinnern sich noch lebhaft an die frühen Tage, als ein junger, hochgewachsener Südtiroler unter der Anleitung von Riccardo Piatti in Bordighera trainierte – Paolo Bertolucci blickt zurück auf diese Zeit voller Hoffnung und Vorfreude.

Matteo Berrettini, der heimische Held, kehrt nach einer Reihe von Verletzungen zurück und hofft, auf dem roten Sand neue Kraft zu schöpfen. „Dieses Turnier ist ein Geschenk an mich selbst“, erklärt Berrettini. „Die Chance, mich von der Enttäuschung in Madrid zu erholen.“ Auch die Damen sind bestens vertreten: Tamara Paolini und Sara Errani, die letztjährigen Doubles-Siegerinnen, wollen ihre Titelverteidigung erfolgreich gestalten. Paolini räumt ein, dass sie nicht in Topform ist, verspricht aber, „das Beste aus mir herauszuholen“.

Die Verantwortlichen unter der Leitung von Angelo Binaghi haben das Turnier in den letzten Jahren zu einem globalen Ereignis ausgebaut. Das Foro Italico ist nicht mehr nur ein Sportkomplex, sondern ein pulsierender Treffpunkt für Tennis-Enthusiasten aus aller Welt. Die Erweiterung um 12.000 Sitzplätze und die neuen Freizeiteinrichtungen machen das Turnier zu einem ganzjährigen Erlebnis.

Die Frage ist nicht, ob Sinner gewinnen wird, sondern wie dominant er sein wird. Die Erinnerungen an Panattas legendären Sieg von 1976 sind lebendig, aber die Gegenwart gehört Jannik Sinner. Er ist nicht nur der neue Star des italienischen Tennis, sondern ein Hoffnungsträger für die gesamte Sportwelt.