Bfc dynamo schlägt zehlendorf 5:1 und entflucht abstiegszone
Die Regionalliga Nordost bekommt ein neues Gesicht: Der BFC Dynamo fegte Hertha 03 Zehlendorf mit 5:1 vom Platz und riss sich in der Tabelle endlich vom Relegationsfleck los. 90 Minuten, in denen alles zusammenlief, was in dieser Saison selten funktionierte.
Sven körner setzt die richtigen impulse
Trainer Sven Körner hatte vor dem Spiel gewarnt: „Gegen Letzte gewinnt man nicht automatisch.“ Seine Spieler nahmen’s offenbar persönlich. Schon nach 22 Minuten schlug Tim Windsheimer die erste Lücke, Tobias Gunte erhöhte mit dem Pausenpfiff. Der Elfmeter von Willi Reincke in der 55. Minute war das Signal, dass der Knoten geplatzt ist. Windsheimer legte nach, der Gegner traf nur noch zum Anschluss – Leander Fritzsche besiegelte mit dem 5:1 den höchsten Saisonerfolg.
Die Zahlen sprechen für sich: 22 Schüsse, 58 Prozent Ballbesitz, ein Selbstvertrauen, das man bis nach Potsdam hören konnte. Der BFC springt auf Platz 13 – drei Punkte Luft zur roten Zone.

Babelsberg kassiert nach rot die quittung
Während die Dynamos jubeln, müssen die Brandenburger von Babelsberg 03 die Köpfe schütteln. In Erfurt führte zunächst nichts auf eine Klatsche hin: Tobias Hasse glich den frühen Rückstand aus, die Partie wogte. Doch Kenny Weyh riss mit einem groben Foul den Faden – Platzverweis, 54. Minute. Sekunden später netzte Til Linus Schwarz zur erneuten Führung. Mit einem Mann weniger rannte Babelsberg an, kassierte das 2:4 und bleibt trotz des zwischenzeitlichen Anschlusstreffers von Gian Luca Schulz auf Platz 14.
Die Niederlage schmerzt doppelt: Die Verfolger Luckenwalde und Eilenburg trennten sich 1:1, rücken dadurch näher heran. Der Abstand auf die Nichtabstiegsplätze schmilzt auf zwei Zähler.

Hertha ii entzaubert chemnitz mit alter bundesliga-granate
Eine andere Berliner Story lieferte die Hertha-Reserve. Bei strömendem Regen in Chemnitz reichte ein einziger Moment der Klasse: Änis Ben-Hatira, 32 Jahre, mal Nationalspieler, schlenzte einen Freistoß aus 22 Metern unhaltbar ins Kreuzeck. Die alte Klasse des Ex-Bundesliga-Profis ließ den Tabellenneunten stolpern und katapultierte die Blau-Weißen auf Rang elf – sicherer Mittelmaß, wo vor Wochen noch der Boden brannte.
Der Spieltag liefert ein Fazit, das sich nicht verschweigen lässt: Berlin bebt, Brandenburg zittert. Der BFC findet Tore, Babelsberg verliert den Faden – und die Regionalliga Nordost rückt enger zusammen als je zuvor. Mit fünf Spieltagen bis zur Winterpause kann jeder Punkt über Klassenerhalt oder Absturz entscheiden. Die nächsten 90 Minuten werden noch lauter.
