Alemannia aachen: fünf abgänge – neuanfang in der 3. liga?
Alemannia Aachen krempelt die Kaderplanung an und zieht einen Schlussstrich hinter fünf Spielern. Nach dem sicheren Verbleib in der 3. Liga müssen sich Sasa Strujic, Bentley Baxter Bahn, Nils Winter, Lamar Yarbrough und Felix Meyer neue Vereine suchen – ein Umbruch, der den Traditionsklub vor neue Herausforderungen stellt.

Die entscheidung: dankbarkeit und neuanfang
Nur zwei Tage nach dem 1:1 gegen Hansa Rostock gab der Drittligist am Montagnachmittag offiziell bekannt, dass die auslaufenden Verträge der genannten Spieler nicht verlängert werden. Geschäftsführer Sport Rachid Azzouzi äußerte sich dankbar für den Einsatz der Spieler in den vergangenen Jahren: „Alle fünf haben unsere Mannschaft in den vergangenen Jahren geprägt, Verantwortung übernommen und sich jederzeit in den Dienst des Teams gestellt.“ Doch der Fokus liegt nun auf der Zukunft und der Zusammenstellung eines neuen, konkurrenzfähigen Kaders.
Bahn, der Kapitän, der das Team siebenmal auf das Feld führte und bis zur Winterpause ein Leistungsträger war, gehört ebenso zu den Abgängen wie Yarbrough und Meyer. Ihre Zeit in Aachen endete somit abrupt, obwohl sie alle ihren Teil zum Klassenerhalt in der letzten Saison beigetragen haben. Die Zahlen sprechen für sich: Bahn kam auf 19 Einsätze in der aktuellen Saison (ein Assist, kicker-Notenschnitt 3,18), Yarbrough auf 16 (elfmal von Beginn an, kicker-Notenschnitt 3,27) und Meyer auf 18 (zwei Assists, kicker-Notenschnitt 3,47).
Besonders bitter ist der Abschied von Strujic und Winter, die beide seit vielen Jahren das Aachener Trikot trugen. Strujic bestritt 147 Pflichtspiele für die Alemannia, Winter sogar 157. Ihre lange Zugehörigkeit zum Verein macht die Entscheidung umso schmerzhafter, wie Azzouzi zugab: „Wir wünschen allen fünf Spielern für ihre sportliche und persönliche Zukunft nur das Beste.“
Die Kaderplanung steht vor dem nächsten Kapitel. Es bleibt abzuwarten, welche neuen Spieler die Lücke füllen und wie sich die Mannschaft unter der neuen Konstellation präsentieren wird. Der Druck ist hoch, denn die 3. Liga ist bekannt für ihre hohe Leistungsdichte und ihren intensiven Wettbewerb. Die Alemannia muss sich schnell neu finden, wenn sie in der kommenden Saison eine erfolgreiche Rolle spielen will.
