Ksc zieht die notbremse: eggimann verrät deadline für eichner-nachfolge
Karlsruhe – Die Uhr tickt. Noch zwei Wochen gibt sich Mario Eggimann Zeit, dann muss der neue Mann auf dem Trainerstuhl des Karlsruher SC sitzen. Nach 1.602 Tagen unter Christian Eichner endet am 34. Spieltag nicht nur die Saison, sondern auch eine Ära – und der Sportchef liefert endlich eine Deadline.
Warum der ksc plötzlich eilt
„Wir haben sehr, sehr viele Gespräche geführt“, sagte Eggimann beim Mitgliederforum am Montagabend. Das klingt nach Protokoll, aber hinter den Kulissen brodelt es. Die Personalie ist längst zur Zitterpartie geworden. Interne Zahmen: Wer jetzt nicht zupackt, verspielt Planungssicherheit, Testspielplanung und den Sommer-Einkauf. Externe Namen wie Lukas Kwasniok oder Marcel Rapp kursieren seit Wochen, doch bislang hat sich kein Kandidat offiziell in Position gebracht.
Die Angst vor einem zweiten Schmadtke-Sommer sitzt tief. 2019 rutschte der KSC wegen verspäteter Personalplanung fast in die dritte Liga. Eggimann weiß: „Gründlichkeit vor Schnelligkeit“ lautet die Devise, aber die Realität nagt am Kalender. „Casting“-Vorwürfe weist der ehemalige Verteidiger lächelnd zurück – „das läuft bei uns nicht so ab“ – doch genau das suggerieren die endlosen Spekulationen.

Eichners letzter tanz beginnt in paderborn
Am Freitag (18.30 Uhr, Live! bei kicker) gastiert der KSC beim Aufstiegskandidaten SC Paderborn. Für Eichner ist es die vorletzte Chance, sich mit einem Erfolg zu verabschieden. 43 Punkte, Platz 8 – die Saison war weder Katastrophe noch Coup. „Ein versöhnlicher Abschluss“ nennt Eggimann das Ziel, doch die Spieler wissen: Der Trainer ist bereits Geschichte, nur das Datum fehlt.
Nach dem Abpfiff gegen Bochum wird die Lichterkette im Wildparkstadion vorerst dunkel bleiben. Dann soll der neue Mann stehen – egal, wie lange die Jury noch tagt. Eggimanns Versprechen: „In den nächsten zwei Wochen.“ Mehr Zeit bleibt nicht, wenn der KSC nicht erneut den Anschluss verschlafen will.
