Zverev kämpft sich mühsam ins achtelfinale von indian wells
Drei Sätze, 2:32 Stunden und jede Menge Nerven: Alexander Zverev hat beim ATP Masters in Indian Wells die zweite Runde überstanden – aber wirklich souverän war das nicht. Der Weltranglistenvierte bezwang den Amerikaner Brandon Nakashima mit 7:6 (7:2), 5:7, 6:4 und zog damit ins Achtelfinale ein. Sechs Duelle, sechs Siege gegen Nakashima. Nur diesmal kostete es ihn deutlich mehr als erwartet.
Nakashima macht zverev das leben schwer
Bei 29 Grad in der kalifornischen Wüste lieferte der 24-jährige Nakashima aus San Diego eine Leistung ab, die Zverev sichtlich beschäftigte. Im ersten Satz ließ der Amerikaner keine einzige Breakchance zu, wehrte sogar zwei Breakbälle des Deutschen ab. Erst im Tiebreak zog Zverev klar davon – 7:2, konzentriert, fast schon kalt.
Im zweiten Durchgang lief das Drehbuch ähnlich. Nakashima blieb auf eigenem Aufschlag unantastbar, Zverev rettete sich bei 3:4 noch aus zwei gefährlichen Momenten – verlor dann aber beim Stand von 5:6 seinen Aufschlag. Satz weg. Wieder alles offen.

Das entscheidende break kam spät, aber es kam
Im dritten Satz hatte Zverev endlich mehr Zugriff auf den Aufschlag des Amerikaners. Er blieb geduldig, ließ sich nicht aus der Ruhe bringen – und verwandelte schließlich das einzige Break des Durchgangs zum Matchgewinn. Nicht spektakulär, aber effektiv. So wie man es von einem Spieler seiner Klasse erwarten kann, wenn er auf Autopilot schaltet.
Was bleibt, ist ein bekanntes Muster: Indian Wells und Zverev, das ist seit seinem Debüt 2015 eine komplizierte Beziehung. Bei allen anderen aktuellen Masters-1000-Turnieren hat er mindestens das Halbfinale erreicht. Hier, im Coachella Valley, ist das Viertelfinale bislang die gläserne Decke – und die hat er noch nie durchbrochen.

Cobolli oder tiafoe – dann könnte sinner warten
Im Achtelfinale trifft Zverev auf Flavio Cobolli, den Italiener, der zuletzt in Acapulco triumphierte und in Hamburg seinen ersten großen Titel holte, oder auf den Amerikaner Frances Tiafoe. Beide keine Aufgabe, die man unterschätzen darf.
Sollte Zverev erstmals ins Halbfinale einziehen, könnte dort Jannik Sinner warten. Ein Finale gegen Carlos Alcaraz oder Novak Djokovic wäre theoretisch möglich – aber bis dahin ist es noch ein langer Weg durch ein Turnier, das ihm historisch nie wohlgesonnen war. 2025 scheiterte er hier bereits in der zweiten Runde an Tallon Griekspoor. Das Turnier schuldet ihm noch etwas.
