Erzgebirge aue trauert: legende harald mothes stirbt mit 69 jahren

Schock in der erzgebirgischen Fußballszene: Harald Mothes, eine Ikone des FC Erzgebirge Aue und eine prägende Figur der Wismut-Ära, ist unerwartet im Alter von 69 Jahren verstorben. Der Verlust trifft den Verein und die Fangemeinde tief.

Ein leben für den „violetten“

Mothes war mehr als nur ein Fußballer; er war ein Symbol für eine goldene Zeit des Klubs. Über 15 Jahre lang, von 1975 bis 1990, mit einer kurzen Unterbrechung für seinen Wehrdienst, zierte er das Trikot von Wismut Aue. Seine 103 Treffer in 303 Punktspielen der DDR-Oberliga katapultierten ihn auf den zweiten Platz der ewigen Torschützenliste der Veilchen – eine Leistung, die für die Ewigkeit in die Vereinsgeschichte eingegangen ist.

Er gehörte zu der legendären Generation um Holger Erler, Jürgen Escher, Volker Schmidt und Torhüter Jörg Weißflog, die in den 80er Jahren unter den Trainern Hans-Ulrich Thomale und Hans Speth den UEFA-Pokal erreichte. Seine herausragenden Leistungen blieben auch dem damaligen Bundestrainer Bernd Stange nicht verborgen, der ihn 1984 zu seinem einzigen Länderspiel einlud – ein Sieg gegen die CSSR.

Von ampfing zurück in die heimat

Von ampfing zurück in die heimat

Nach der Wiedervereinigung führte Mothes sein Weg zunächst nach Bayern, wo er noch im Amateurbereich für den TSV Ampfing kickte und später dort als Funktionär tätig war. Erst vor wenigen Wochen kehrte er in die erzgebirgische Heimat zurück und wurde im März noch bei einem Festakt zu Ehren des 80. Vereinsgeburtstags in die „Elf aller Zeiten“ aufgenommen. Ein bitteres Ende einer beeindruckenden Karriere.

„Der FC Erzgebirge Aue ist fassungslos und ringt nach Worten“, so der Verein in einer Mitteilung. Der Name Harald Mothes wird in Ehren gehalten – eine Legende, die den Fußball im Erzgebirge für immer geprägt hat. Sein Vermächtnis wird weiterleben.